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Yukos-Urteil „Traurig, dass nicht Putins Oligarchen zahlen“

Der frühere Yukos-Eigner Michail Chodorkowski kann seine Genugtuung über das Entschädigungsurteil gegen Russland nicht verhehlen. Moskau will das Urteil nicht akzeptieren – die russische Börse gerät dennoch unter Druck.
28.07.2014 - 14:10 Uhr 11 Kommentare

Putin muss Schadensersatz zahlen

Moskau/Berlin 50 Milliarden Dollar soll Russland den ehemaligen Aktionären des einst größten Ölkonzerns Yukos zahlen. Das hat der Ständige Gerichtshof in Den Haag entschieden. Einen freut das Urteil, das am Montag veröffentlicht wurde, ganz besonders: Ex-Yukos-Besitzer und Kreml-Gegner Michail Chodorkowski.

„Es ist fantastisch, dass den Yukos-Aktionären eine Chance auf Schadenersatz gegeben wird“, erklärte Chodorkowski am Montag. „Aber es ist traurig, dass die Entschädigung aus der Staatskasse kommen wird und nicht aus den Taschen der Mafiosi mit Beziehungen zur Macht und aus denen von Wladimir Putins Oligarchen.“

Chodorkowski betonte, dass der Yukos-Fall damit zum ersten Mal von einem unabhängigen Gericht untersucht worden sei. Er sprach von einer „unverfrorenen Plünderung eines erfolgreichen Unternehmens durch eine Mafia mit Staatsverbindungen“. Zugleich verwies er darauf, dass er selbst von dem Urteil keinen finanziellen Nutzen haben werde. Chodorkowski lebt nach der Entlassung aus russischer Haft im Dezember 2013 heute in der Schweiz.

Russland will die angeordnete Entschädigungszahlung hingegen nicht akzeptieren. Es verstehe sich von selbst, dass sein Land „alle rechtlichen Möglichkeiten“ nutzen werde, um seine Position zu verteidigen, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag vor Journalisten in Moskau. Der Energiekonzern Rosneft, der große Teile von Yukos übernommen hatte, erklärte, das damalige Auktionsverfahren sei „vollständig rechtskonform“ gewesen.

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    Die Gegenseite zeigte sich zuversichtlich, das Geld zu bekommen. „Wir haben keinen Anlass zu der Vermutung, dass Russland seinen internationalen Verpflichtungen nicht nachkommt“, sagte der Kläger-Anwalt Emmanuel Gaillard in London. GML-Chef Tim Osborne sagte, es gebe eine Strategie, wie das Geld eingetrieben werden soll, die aber nicht veröffentlicht werde.

    Chodorkowskis Yukos-Konzern war Anfang des Jahrtausends zerschlagen worden. Der Staat und Gerichte warfen dem einst reichsten russischen Ölmagnaten sowie mehreren seiner Geschäftspartner schwere Wirtschaftsstraftaten vor. Chodorkowski wurde in Lagerhaft genommen. Filetstücke von Yukos fielen beispielsweise an den Staatskonzern Rosneft.

    „Gradmesser für die Beurteilung Russlands durch Europa“
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    11 Kommentare zu "Yukos-Urteil: „Traurig, dass nicht Putins Oligarchen zahlen“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Alles hängt am Ölpreis und dessen gezielter Manipulation.Alles! Deshalb ist Transparenz in der Preisfindung so wichtig.1998 zu Boris Jelzins Zeiten lag der Preis bei nur 10$ das Barrel,2008 zu Putins Zeiten in der Spitze bei 147 $ .Ein Plus von fast 1400 % in nur 10 Jahren kann nicht normal sein!Übrigens,seitdem der dafür verantwortliche J.P.Morgan Händler ,der sogenannte "Wal von London" hoch genommen wurde und mit ihm hunderte "Händler" in NYC und London selbst,schwankt der Ölpreis nur noch um die 100$ Marke,und das schon jahrelang,ohne große Veränderung.Welch ein Zufall!Was sagt und das zu Putin?Wäre der Preis bei 10 bis maximal 20$ das Barrel geblieben(je nach Lage der Nachfrage und Konjunktur),wäre es Putin aufgrund der geringeren Einnahmen unmöglich gewesen,mit dem vielen Geld seine Armee aufzurüsten und damit die Politik zu betreiben,die er heute treibt.Insofern soll der Westen nicht schimpfen,er hat mit seinen Marktmanipulationen den Aufstieg Putins mit zu verantworten.Das jetzt wegen ähnlicher Dinge gegen Banken bei der Gold und Silber-Preisfindung ermittelt wird,verheißt nichts Gutes.

    • @ Herr Jantschik - dieses Zitat, wie wunderbar, dass Sie dies uns zum Lesen gaben. Denn trefflicher und ehrlicher konnte und kann es nicht formuliert, nicht charakterisiert werden - das "Handwerk" der staatlich verordneten und unterhaltenen Schreiberlinge im Zeitalter eines herrschenden Kapitalismus und einer herrschenden Demokratie, bürgerlichen Demokratie!

    • Das sagte ein Pressevertreter/Journalist schon vor über hundert Jahren selbst zur angeblichen freien Presse !!! BITTE MAL LESEN !!!
      John Swinton (1829-1901), amerikanischer Journalist
      "Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

      Wer die Presse hier bezahlt, da halte ich mich mal raus !!

    • @Herr Der Zahlmeister

      Na dann frage ich Sie, wo haben Sie davon gelesen - von den Menschenrechtsverletzungen in Polen ??? ??? Haben Sie davon in der Presse gelesen oder in einer Erklärung der Bundesregierung - oder seitens EU davon etwas gehört. Man mahnt andere Länder an - aber selbst schweigt man diese schwersten Menschenrechtsverletzungen tot. Die Politik macht das und die Presse auch !! Das TOTSCCHWEIGEN von Menschenrechtsverletzungen in der doch so demokratischen EU nennen Sie eine funktionierende Demokratie ?? !! Und Russland bzw. die Separatisten hat man schon bezüglich des Flugzeugabschusses beschuldigt, bevor noch ÜBERHAUPT mit den Ermittlungen zur Absturzursache begonnen wurde !!! Ich dachte immer - wesentlicher Bestandteil unserer Rechtsordnung und Demokratie ist die Unschuldsvermutung - die so lange gilt, bis die Schuld erwiesen ist ! Haben sich Politiker und die Presse daran gehalten ??? Das kann sich ja jeder selbst einmal fragen ! Und wenn man in anderen Quellen einmal nachliest, dann kann man das Ganze auch etwas objektiver beurteilen -

    • @Herr Mario Peters - entschuldigen Sie bitte, doch ich komme nicht umhin, Sie zu fragen, wie es wäre, wenn Sie Ihre "Fresse" hielten und zunächst sich einmal befähigen würden in der deutschen Rechtschreibung. Des Weiteren sehe ich in Bezugnahme auf Ihre geschriebenen Kommentare - oben - für Sie die Notwendigkeit, sich in Ihrer Erkenntnisfähigkeit zu schulen und zu qualifizieren! Sollten sich dann bei Ihnen Erfolge, Besserungen im Urteils- und Rechtschreibvermögen eingestellt haben - dann wäre ich gespannt, neuerdings von Ihnen Leserkommentare zur Kenntnis zu nehmen. Und vielleicht diese Ergänzung für Sie: Der Verweis von Herrn Illu Minator auf das Agieren der USA als derzeitige geopolitische Großmacht ist mehr als berechtigt - dies zu erkennen und zu wissen, erschließt sich jedoch nur jenem, der sein Augenmerk nicht nur gewillt ist, auf einzelne politische Ereignisse und einzelne mediale Berichterstattungen zu lenken. Also Mario Peters - zunächst sich mehr Wissen aneignen, dann in Zusammenhängen denken und gelegentlich sich von der konkreten Stufe des Denkens hin zur abstrakten bewegen - dann stellt sich für Sie gewiss eine Erkenntnisfähigkeit ein, derer es Ihnen gegenwärtig noch ermangelt und es werden die, Sie noch beherrschenden, "Bauchgefühle" verdrängt, machen Platz einer Urteilsfindung, welche weniger an Realitätsferne leidet.

    • SCHWETSTE MENSCHENRECHTSVERLETUNGEN IN DER EU !! RECHTSKRÄFTIGES URTEIL - BESTÄTIGT VOM HÖCHSTEN GERICHT IN EUROPA !! Weder das Handelsblatt noch andere Preseorgane schreiben davon etwas !! Warum wird so etwas verchwiegen ! Folter inmitten Europas und in unserem unmittelbaren Nachbarland Polen - gedeckt und gefördert durch die dortige Regierung ! Wo ist die Empörung seitens unserer Regierung, der EU, der Presse ??? Wird einfach totgeschwiegen und verheimlicht !!
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      Menschenrechte: Polen für geheime CIA-Gefängnisse verurteilt
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.07.14, 01:00 | 49 Kommentare

      Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Polen zu hohen Schmerzensgeldzahlungen verurteilt. Polnische Behörden hätten der CIA dabei geholfen, Terrorverdächtige zu inhaftieren und zu foltern, so die Richter. Die CIA betrieb in Polen jahrelang geheime Folter-Gefängnisse.

    • Wenn man den Mist liest, der hier in den Kommentaren veröffentlicht wird, dann bedauere ich, dass die USA für unsere Meinungsfreiheit eingestanden sind. Ich hoffe diese Menschen tun mal was Richtiges und wandern in ihre geliebte UdSSR aus, dort ist genug Platz und sie kosten uns kein Geld mehr!

    • Was haben die USA damit zu tun? Sie sind weder Kläger noch Beklagte? Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Haben Sie Beweise? Ihre Verschwörungsfurunkel dienen nicht mal für einen zehktlassigen Film

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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