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Zement-Ehe von Holcim und Lafarge „Das kann nicht gut gehen“

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Für Reitzle fängt die Arbeit erst richtig an

Auch Analysten sehen kritische Punkte. Phil Roseberg, Analyst von Bernstein, verweist zum Beispiel darauf, dass Lafarge-Holcim zusammen erst 2018 die Kapitalkosten von rund acht Prozent verdienen würden. Holcim alleine würde das bereits voraussichtlich 2016 schaffen.

Der Grund: „Die Fusion resultiert wahrscheinlich in einem höheren Goodwill im Vergleich dazu, würden beide Unternehmen getrennt bleiben“, argumentiert Roseberg.

Tatsächlich findet sich in den Abstimmungsunterlagen Holcims dazu eine Bestätigung. Demnach weist Holcim Ende 2014 einen Goodwill von 7,2 Milliarden Franken aus. Durch die Fusion steigt dieser Posten auf fast 16 Milliarden Franken.

Goodwill entsteht, wenn der bilanzierte Kaufwert eines Aktivums höher ist als der Substanzwert. Dieser höhere Wert rechtfertigt sich durch die in Zukunft erwarteten Einnahmen; fallen diese geringer aus, muss der Wert korrigiert werden. Der steigende Goodwill in der Bilanz von Lafarge-Holcim entsteht, da formal Holcim die neu bewerteten Aktiva von Lafarge übernimmt.
Bernstein-Analyst Roseberg rechnet daher damit, dass der neue Konzern nur eine Eigenkapital-Verzinsung von 5,4 Prozent erreicht dürfte; Holcim alleine würde 7,7 Prozent schaffen.

Durch die versprochenen Synergien von 1,4 Milliarden Franken könnte sich das Bild wieder ändern. „Für den Investment Case ist es daher entscheidend, dass die Integration geschmeidig gelingt und die Synergien wirklich erreicht werden“, betont Roseberg.

Im Klartext: Mit dem Erfolg auf der Hauptversammlung fängt für Wolfgang Reitzle die Arbeit jetzt erst richtig an.

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