Zementpreise sollen steigen HeidelbergCement zahlt wieder Dividende

Deutschlands größter Zement-und Baustoffhersteller HeidelbergCement sieht sich für einen Konjunkturaufschwung 2004 gut gerüstet und will für das abgelaufene Jahr wieder eine Bardividende zahlen. Im abgelaufenen Jahr konnte das Unternehmen bei sinkendem Umsatz den Absatz von Zement und Klinker deutlich erhöhen.

HB STUTTGART. Über die Höhe der Ausschüttung äußerte sich das Unternehmen am Freitag nicht. Im vergangenen Jahr hatte HeidelbergCement die Dividende ausfallen lassen und angesichts der hohen Schuldenlast stattdessen Gratisaktien ausgegeben, ein Jahr zuvor waren 1,15 € je Aktie gezahlt worden. Der Konzernumsatz sei 2003 um drei Prozent auf 6,37 Mrd. € zurückgegangen, um Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigt wäre er aber um 0,4 % gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,34 Mrd. € gerechnet. Die im MDax notierte Aktie am Vormittag nahezu unverändert bei 36 €.

Zum Ergebnis äußerte sich HeidelbergCement nur vage. Die gute Entwicklung im vierten Quartal habe die Gewinnerwartungen von HeidelbergCement bestätigt, hieß es in dem Zwischenbericht. Vorstandschef Hans Bauer hatte bisher nur einen niedrigeren Gewinn in Aussicht gestellt als 2002. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft sollte rund 1,0 (2002: 1,15) Mrd. € erreichen.

Für das Jahr 2004 stellte HeidelbergCement Besserung in Aussicht. „Wir sind bestens positioniert, um von der konjunkturellen Erholung überdurchschnittlich zu partizipieren“, teilte das Unternehmen mit. In West- und Norddeutschland hatte der Konzern die Krise der Branche zu zahlreichen Akquisitionen Zukäufen genutzt und damit Dyckerhoff als Nummer eins abgelöst. Nun will das Unternehmen Werke schließen oder bündeln und die im scharfen Wettbewerb gesunkenen Zementpreise anheben. Die Preiserhöhungen sollten die Erlössituation in Deutschland im Jahr 2004 „deutlich verbessern“, hieß es.

Den Absatz von Zement und Klinker steigerte HeidelbergCement im vergangenen Jahr vor allem durch Zukäufe von Zementwerken um 11,5 % auf 51,1 Mill. Tonnen. Ohne Neukonsolidierungen und Verkäufe wäre der Absatz um 1,7 % gestiegen. Allein in den deutschsprachigen Ländern schnellte der Absatz durch Zukäufe um 44 % nach oben.

2004 soll der Konzernabsatz von HeidelbergCement durch die erstmalige Einbeziehung der Tochter Indocement auf über 60 Mill. Tonnen steigen. Der zweitgrößte Zementhersteller in Indonesien, der den Heidelbergern zu 65,1 % gehört, hatte im vergangenen Jahr seine Preise erhöht und mit elf Mill. Tonnen knapp vier Prozent weniger abgesetzt als 2002. Nach einem drastischen Schuldenabbau dürfte Indocement in diesem Jahr nach dem Gesetz wieder eine Dividende zahlen, will aber nach eigenen Angaben darauf verzichten.

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