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Zigarettenindustrie Eine Branche ist nicht totzukriegen

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Rauchen ist doppelt so teuer geworden
Die gruseligsten Zigarettenschachteln der Welt
huGO-BildID: 2131373 Picture shows cigarette brands of German tobacco company Reemtsma, taken in Hamburg, northern Germany, on Thursday, March 7, 200
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Vor zehn Jahren sahen deutsche Zigarettenpackungen noch so aus. Der Warnhinweis der „EG-Gesundheitminister“ fand sich lediglich klein gedruckt am unteren Rand. Seit dem hat sich in der Gestaltung der Packungen weltweit viel getan.

(Foto: ap)
ZIGARETTEN
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Ab 2003 wurden die Warnhinweise EU-weit größer und einheitlich gestaltet. Von abschreckenden Bildern war damals noch nicht die Rede - und bis heute ist das in Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern auch noch nicht üblich.

(Foto: ap)
CIGARETTE PLAIN PACKAGING
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Ganz anders in Australien. Das oberste Gericht des Landes erklärte es Mitte August 2012 für rechtlich zulässig, dass Zigarettenpackungen nicht nur mit abschreckenden Bildern und großen Warnhinweisen versehen werden müssen. Es darf zudem nur der Markenname des Herstellers in einfacher Schrift aufgedruckt sein.

(Foto: dpa)
File photo of a handout image showing a composite image of a box of cigarettes with generic packaging and health warning
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Mit der Vorschrift zur einheitlichen und neutralen Gestaltung ist Australien derzeit Vorreiter. Die neue Packungsgestaltung soll ab Ende Dezember 2012 greifen.

(Foto: Reuters)
Australia Tobacco
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Das australische Gesundheitsministerium hält eine breite Palette an Bildern bereit. Auch in anderen Ländern sind solche drastischen Abbildungen üblich, allerdings darf dort noch das Logo einer Marke verwendet werden.

(Foto: dapd)
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In Neuseeland gilt seit 2008 bei der Bildwahl eine ähnliche Vorschrift wie in Australien. Hier versuchen die Packungsdesigner, Mitleid zu erwecken und so Käufer abzuschrecken.

(Foto: Neuseeländisches Gesundheitsministerium)
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Kein medizinisches Sachbuch braucht sich hinter den neuseeländischen Abbildungen zu verstecken. Ironischerweise trägt die Webseite des Gesundheitsministeriums eine Warnung vor dem Schockpotenzial der Bilder. Im Laden fehlt ein solcher Hinweis jedoch.

(Foto: Neuseeländisches Gesundheitsministerium)

Die Tabakkonzerne kämpfen ohnehin bereits mit sinkenden Umsätzen. Erst am heutigen Dienstag legte Imperial Tobacco (Gauloises, Gitanes) Zahlen vor. Demnach ist der Umsatz mit Tabak im zurückliegenden Geschäftsjahr um 6 Prozent zurückgegangenen. Auch Konkurrent Philip Morris meldet sinkende Verkaufszahlen.

Die Politik setzt den Unternehmen nicht nur mit strengen Werbebeschränkungen und Warnhinweisen zu. Auch die Tabaksteuer lässt vielerorts die Preise steigen. So ist Rauchen seit 1992 laut Statistischem Bundesamt mehr als doppelt so teuer geworden.

Der EU schrecken die hohen Preise jedoch noch nicht genug Menschen ab: Rauchen bleibe die Hauptursache vermeidbarer Todesfälle in der EU mit etwa 700.000 Toten im Jahr, argumentiert sie. Die Maßnahmen, die im Laufe der Jahre ergriffen wurden, zeigten bereits Wirkung: In den letzten zehn Jahren sank die Zahl der Raucher in der EU von 40 Prozent in der EU-15 im Jahr 2002 auf 28 Prozent in der EU-27 im Jahr 2012.

Ob die Tabakhersteller erfolgreich gegen die neue Tabakrichtlinie vorgehen, wird nicht schnell entschieden werden. Experten rechnen damit, dass die juristische Überprüfung der Gesetzgebung zwei Jahre dauern kann.

  • dah
  • dpa
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