Zukauf in Italien Osrams neue Showbeleuchtung

Osram übernimmt den italienischen Scheinwerferbauer Clay Paky – und verbessert so seine Position auf dem Markt für Showbeleuchtung. Das Unternehmen soll weitgehend eigenständig fortgeführt werden.
Update: 08.08.2014 - 14:04 Uhr Kommentieren
Der Leuchtmittelkonzern hat mit der Übernahme von Clay Paky seine Position auf dem Markt für Showbeleuchtung verbessert. Quelle: dpa

Der Leuchtmittelkonzern hat mit der Übernahme von Clay Paky seine Position auf dem Markt für Showbeleuchtung verbessert.

(Foto: dpa)

MünchenOsram übernimmt die italienische Beleuchtungsfirma Clay Paky und stärkt damit die eigene Sparte für Spezialbeleuchtung. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro und etwa 120 Mitarbeitern ist auf die Entwicklung und den Bau von beweglichen Schweinwerfern für die Unterhaltungsbranche spezialisiert. Diese sogenannten Moving Heads kommen beispielsweise bei Konzerten zum Einsatz, wie Osram am Freitag in München mitteilte.

Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Branchenkreise gehen von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag aus, den Osram für den Kauf auf den Tisch legen muss. Ein Sprecher des Konzerns wollte sich dazu auf Nachfrage aber nicht äußern. Einsortiert wird die Neuwerbung in der Sparte Osram Specialty Lighting, in der neben dem wichtigen Autogeschäft auch das Geschäft mit Leuchtmitteln etwa für die Filmbranche gebündelt ist.

Die frühere Siemens-Tochter Osram steckt mitten in einem umfassenden Umbau und streicht in anderen Geschäftsfeldern mehrere tausend Stellen.

Was aus Siemens-Töchtern wurde
Osram
1 von 12

Im Juli 2013 wurde Osram in die Unabhängigkeit entlassen. Für den Leuchtmittelhersteller lief es zunächst nicht gut. Das Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln brach ein, der Hersteller baut noch immer im großen Stil Arbeitsplätze ab. In einer ersten Sparrunde sollten 8.700 Stellen wegfallen, in einer zweiten weitere 7.800. Das Unternehmen konzentriert sich unter anderem auf das Geschäft mit Leuchtdioden (LED).

BSH Hausgeräte
2 von 12

Die bekannten Waschmaschinen, Kaffeeautomaten oder Staubsauger mit dem Siemens-Logo stammten in der Regel vom Gemeinschaftsunternehmen Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), das bereits seit 1967 existiert. 2013 lag der Umsatz der Münchner bei 10,5 Milliarden Euro bei 439 Millionen Euro Gewinn vor Steuern. Im September 2014 verkündeten Siemens und Bosch, dass BSH künftig zu 100 Prozent Bosch gehören werde.

Gigaset
3 von 12

Das Geschäft mit schnurlosen Telefonen hat Siemens im Jahr 2008 an den Finanzinvestor Arques verkauft, der seit 2011 als Gigaset firmiert. Ein Streit über den Verkaufspreis zog sich bis weit in das Jahr 2010 hin, Siemens verzichtete schließlich wohl auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Siemens Mobile
4 von 12

Der Verkauf der Handy-Sparte an den taiwanischen Elektronikkonzern BenQ 2005 war für Siemens ein unrühmliches Kapitel. Im Rennen mit damaligen Branchengrößen wie Nokia konnte Siemens nicht mithalten, doch auch unter dem neuen Besitzer hatte das Unternehmen keine Zukunft. Siemens Mobile mit zuletzt etwa 6.000 Mitarbeitern stellte Ende 2006 die Produktion ein.

Siemens Networks
5 von 12

Das Geschäft mit der Ausrüstung für Telefonnetze brachte Siemens im Jahr 2007 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein. Nokia Siemens Networks machte danach etliche Sparrunden durch. Anfang Juli 2013 kündigte Siemens den Verkauf seines 50-Prozent-Anteil für 1,7 Milliarden Euro an Nokia an. Mit dem Verkauf der Nokia Solutions and Networks-Anteile wollte Joe Kaeser – damals Siemens-Finanzvorstand – die „Fokussierung auf unser Kerngeschäft“ vorantreiben. teilte Joe Kaeser, damals Siemens-Finanzvorstand, mit. Seitdem Nokia seine Mobilsparte 2014 an Microsoft verkaufte, firmiert das die Firma unter dem Namen Nokia Networks.

Infineon
6 von 12

Ähnlich wie Osram erging es auch der Chipsparte von Siemens. Sie wurde aber bereits zum Höhepunkt des Börsenbooms Anfang 2000 unter dem Namen Infineon an die Börse gebracht. Zunächst hielt Siemens noch einen Großteil der Aktien, gab diese aber bis 2006 alle ab. Infineon ist genau wie sein einstiger Mutterkonzern im Dax notiert. Im Jahr 2014 erzielte Infineon 4,3 Milliarden Euro Umsatz.

Epcos
7 von 12

Im Sommer 2008 verkündete der japanische Technik-Konzern TDK den Kauf von Epcos, einer ehemaligen Siemenssparte. Der Kaufpreis betrug etwa eine Milliarde Euro. Siemens hatte den Hersteller passiver Elektronikbauteile im Jahr 1999 gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Matsushita an die Börse gebracht. Im Jahr 2014 beschäftigte Epcos etwa 24.000 Mitarbeiter. Seit 2009 ist die Firma nicht mehr an der Börse geführt.

  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Zukauf in Italien: Osrams neue Showbeleuchtung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%