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Zulassung in USA Krebsmittel von Bayer feiert Erfolg

Das Bayer-Präparat Stivarga ist ein Mittel, das es zum „Blockbuster“ bringen soll – also mehr als eine Milliarde Umsatz einfahren. Ein wichtiger Schritt ist die Zulassung durch US-Behörden, die der Konzern erhalten hat.
27.09.2012 - 18:36 Uhr Kommentieren
Werksgelände des Pharma-Konzerns Bayer in Leverkusen (Archivfoto). Quelle: dpa

Werksgelände des Pharma-Konzerns Bayer in Leverkusen (Archivfoto).

(Foto: dpa)

Frankfurt Erfolg für Bayer in den USA: Der Pharma- und Chemiekonzern hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für sein neues Krebsmittel Stivarga bekommen. Die Bayer-Aktie baute daraufhin an der Börse ihre Kursgewinne deutlich aus und gewann 1,4 Prozent auf 68,42 Euro. Das auch unter dem Wirkstoff-Namen Regorafenib bekannte Mittel gehört zu vier neuen Medikamenten, denen der Leverkusener Traditionskonzern Milliardenumsätze zutraut.

Die USA sind der weltweit größte Pharmamarkt und daher für den Erfolg des Krebspräparats besonders wichtig. Die FDA ließ Stivarga zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs zu, der bereits Metastasen in anderen Teilen des Körpers gebildet hat.

"Mit Stivarga bauen wir unsere Produkt-Palette in der Onkologie deutlich aus, was zum Wachstum unseres Unternehmens in der Zukunft erheblich beitragen wird", erklärte der Leiter der Bayer-Gesundheitssparte HealthCare, Jörg Reinhardt. Stivarga basiert auf einer Nachfolge-Substanz des Wirkstoffs Sorafenib, aus dem das umsatzstarke Bayer-Krebsmittel Nexavar hergestellt wird. Nexavar brachte Bayer im vergangenen Jahr Umsätze von 725 Millionen Euro ein. Beide Arzneien sind Multikinase-Hemmer, die das weitere Wachstum von bösartigen Tumoren stoppen sollen.

Bayer hatte für das Mittel auch in Europa und in Japan die Genehmigung zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs beantragt. Der Konzern traut Stivarga nach früheren Angaben in der Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs und Gist-Tumoren - einem weiteren Krebs des Verdauungstrakts - einen jährlichen Spitzenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro zu. Kommen noch andere Behandlungsfelder hinzu, erhöhen sich laut Bayer die Umsatzchancen für das Präparat auf rund eine Milliarde Euro. Bayer arbeitet bei dem Medikament mit der US-Pharmafirma Onyx zusammen. In Europa und Japan wird eine Entscheidung zur Zulassung im ersten Halbjahr 2013 erwartet. (Reporter: Frank Siebelt; redigiert von Stefanie Huber)

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