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Zulieferer Bosch übernimmt ZF Lenksysteme

Automatisiertes Fahren gilt als Zukunftstechnologie der Autobranche. Mit der Übernahme von ZF Lenksysteme stärkt Bosch nun diesen Geschäftsbereich - doch der Deal hat noch einen weiteren Grund.
Update: 15.09.2014 - 12:38 Uhr Kommentieren
Bosch baut die eigene Kompetenz bei Lenksystemen mit einer Übernahme aus. Quelle: dpa

Bosch baut die eigene Kompetenz bei Lenksystemen mit einer Übernahme aus.

(Foto: dpa)

Stuttgart/Friedrichshafen ZF Friedrichshafen gibt seine Hälfte am Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme an Bosch ab. Der Stuttgarter Autozulieferer übernimmt damit die vollständige Kontrolle bei dem Spezialisten für elektronische Lenkungen - und ZF Friedrichshafen wirft seinerseits Ballast auf dem Weg zur Übernahme des US-Wettbewerbers TRW ab. „Bisher haben wir Gas gegeben und konnten bremsen“, sagte der Chef von Boschs Kfz-Sparte, Wolf-Henning Scheider, am Montag in Stuttgart. „Jetzt können wir auch noch lenken.“

Die Bedeutung des Geschäfts mit Elektrolenkungen werde weiter steigen, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner. Elektrolenkung sei die Basistechnologie für die wichtigsten Trends in der Autobranche: das automatisierte Fahren sowie energieeffizientere Antriebe wie Elektromotoren. Werde die elektronische Lenkung beispielsweise mit dem Stabilisierungssystem ESP verbunden, werde das Bremsen auf schwierigen Straßenbelägen verbessert.

Bosch rücke mit der Übernahme technologisch weiter zum Konkurrenten Continental auf, sagte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach: „Die Technologie in der Zuliefererbranche bewegt sich von der Mechanik zur Elektronik.“

Die größten Autozulieferer der Welt
Continental
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Continental will weiter wachsen

Trotz negativer Währungskurseinflüsse und weiter schwacher Konjunktur in Südeuropa hat Continental 2013 deutlich zugelegt. Die Hannoveraner erhöhten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht auf rund 33,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 3,7 Milliarden Euro - es handelt sich noch um vorläufige Eckdaten. Die vollständigen Zahlen und den Nettogewinn will Conti bei der Bilanzvorlage am 6. März nennen. Vorstandschef Elmar Degenhart sagte am Rande der Automesse in Detroit, er erwarte 2014 ein Umsatzplus von mehr als 5 Prozent auf 35 Milliarden Euro.

Die deutschen Automobilzulieferer sind im internationalen Vergleich top - doch in puncto Profitabilität läuft ihnen die Konkurrenz aus Korea bereits den Rang ab. Der Zulieferer...

(Foto: dpa)
Schaeffler Bilanzpressekonferenz
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... Schaeffler ist dank guter Geschäfte mit seiner Autosparte allerdings ganz ordentlich in das neue Jahr gestartet. Der Bereich sei im Vergleich zu 2012 um drei Prozent gewachsen - der Umsatz der Industriesparte sei dagegen deutlich zurückgegangen. Unter dem Strich habe das fränkische Unternehmen bis Ende März einen Gewinn von 233 Millionen Euro erzielt. Damit ist Schaeffler der profitabelste Automobilzulieferer. Das Ranking der größten Unternehmen der Branche teilen sich jedoch andere. Da noch nicht alle Unternehmen ihre Zahlen für 2013 vorgelegt haben, beziehen sich die Daten in den folgenden Texten auf 2012.

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Faurecia-PRESS
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Platz 10 - Faurecia

Der französische Automobilzulieferer eröffnet die Top Ten der größten Automobilzulieferer der Welt. Die Franzosen fertigen Abgasanlagen, Stoßfänger und Innenräume. (Vorjahr: Platz 11)

Umsatz 2012: 17,4 Milliarden Euro

Marge: 0,5 Milliarden Euro, das entspricht 3,0% vom Umsatz

Quelle: Berylls Strategy Advisors "Global Top Automotive Suppliers" Studie 2012

Beachtung finden Unternehmen, die mindestens 50 Prozent des Umsatzes im Automotive-Bereich erwirtschaften. Dieser Umsatzteil wird auch im Ranking herangezogen.

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Johnson-Controls-PRESSE
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Platz 9 - Johnson Controls

Obwohl der nordamerikanische Automarkt 2012 enorm gewachsen ist, konnte der US-Hersteller seine Position vom Vorjahr nicht halten. Die Amerikaner stellen an 1300 Standorten weltweit Elektronik, Batterien, Türen, Innenräume und Sitze her. (Vorjahr: Platz 8)

Umsatz 2012: 20,6 Milliarden Euro

Marge:1,2 Milliarden Euro; das entspricht 5,6% vom Umsatz

(Foto: Presse)
Formel 1 Magny-Cours Reifen
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Platz 8 - Michelin

Der französische Hersteller produziert jährlich über 180 Millionen Reifen und ist mit 69 Produktionsstandorten in 18 Ländern der Welt vertreten. Für Michelin arbeiten mehr als 113.000 Menschen. (Vorjahr: Platz 7)

Umsatz 2012: 21,5 Milliarden Euro

Marge: 2,4 Milliarden Euro; 11,3% vom Umsatz

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Hyundai-Mobis-PRESSE
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Platz 7 - Hyundai Mobis

Das Wachstum des koreanischen Zulieferers ist eng mit den Zuwächsen beim Autobauer Hyundai Kia verbunden. Mobis hat aber auch durch die Übernahmen von Daewoo Motors durch GM und Samsung Motors durch Renault-Nissan Zugang zu den zwei größten OEMs der Welt erhalten. 65 Prozent des Geschäfts von Hyundai Mobis werden heute außerhalb des koreanischen Heimatmarktes getätigt. (Vorjahr: Platz 10)

Umsatz 2012: 21,8 Milliarden Euro

Marge: 2,1 Milliarden Euro; das entspricht 9,4% vom Umsatz

(Foto: Presse)
aisin-PRESSE
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Platz 6 - Aisin

Pumpen, Motorteile, Federung und Sicherheitssysteme sind das Geschäft des japanischen Autozulieferers Aisin Seiki. 2011 knackte der Konzern erstmals beim Umsatz die 20-Milliarden-Euro-Marke und hält sie seither souverän. (Vorjahr: Platz 6)

Umsatz 2012: 22,5 Milliarden Euro

Marge: 1,5 Milliarden Euro; das entspricht 6,7% vom Umsatz

(Foto: Presse)

In dieser Logik bewegt sich auch die geplante Übernahme des US-Zulieferers TRW durch ZF Friedrichshafen. ZF hatte im Juli Gespräche mit dem Konkurrenten über einen möglichen Kauf bestätigt. Während TRW auf elektronische Sicherheitssysteme spezialisiert ist, war die Hauptfelder von ZF bisher Antriebe und Fahrwerke.

ZF Lenksysteme ist bislang ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und ZF Friedrichshafen, an dem beide Partner jeweils die Hälfte besitzen. Zum Kaufpreis für die von Bosch übernommenen Anteile machten die Firmen keine Angaben. Auch die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Mit mehr als 13 000 Mitarbeitern weltweit erzielte ZF Lenksysteme zuletzt einen Jahresumsatz von 4,1 Milliarden Euro. In diesem Jahr rechnet die Firma mit Sitz in Schwäbisch Gmünd mit einem Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent. Alle Beschäftigten würden übernommen, sagte Denner. Bosch habe schließlich schon früher als Eigner Einfluss auf die Strategie nehmen können. Anpassungen an die Strukturen seien vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbs aber immer möglich.

Um den Preis gefeilscht
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