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Zulieferer Reifenhersteller Pirelli muss Kosten senken

Das Mailänder Unternehmen leidet unter den Folgen des Coronavirus. In dem neuen Strategieplan präsentiert es deshalb nur ein gemäßigtes Wachstum.
19.02.2020 - 14:49 Uhr Kommentieren
Pirelli: Reifenhersteller muss Kosten senken Quelle: Reuters
Pirelli-Reifen

Der Reifenhersteller aus Mailand hat mit den Problemen der gesamten Autobranche und den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen.

(Foto: Reuters)

Rom Marco Tronchetti Provera, Vize-Verwaltungsratschef und CEO von Pirelli, war deutlich: „Unser Industrieplan basiert auf einer sehr realistischen Interpretation der schwierigen aktuellen Situation“, sagte er am Mittwoch bei der Präsentation des neuen Plans für 2020 bis 2022 und der vorläufigen Bilanz von 2019. An der Mailänder Börse stieg die Aktie dennoch am Vormittag um drei Prozent.

Der Reifenhersteller aus Mailand, der die gesamte Formel 1 beliefert, muss die Rechnung mit zwei Unwägbarkeiten machen: mit den Problemen der gesamten Autobranche und den Auswirkungen des Coronavirus auf die Zulieferketten.    

Und eine dritte Unwägbarkeit kommt hinzu: Seit 2015 ist das chinesische Staatsunternehmen ChemChina Hauptaktionär und stellt mit Ning Gaoning den Vorsitzenden des Verwaltungsrats. Seit 2017 ist es zurück an der Börse. ChemChina hat vor Kurzem eine „strategische Neuordnung” des Europa-Geschäfts angekündigt. Dahinter steckt nach Marktgerüchten der Plan einer Fusion von ChemChina mit SinoChem.

Doch davon war bei der Präsentation des Pirelli-Plans keine Rede. Wohl aber vom Coronavirus: Kontrollen und Vorbeugung seien bei allen Angestellten weltweit angelaufen, heißt es in dem Bericht. In zwei der drei Pirelli-Werke in China sei die Produktion eingestellt und nur noch das Werk in Yangzhou im Osten würde reduziert arbeiten.

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    Alle ausländischen Mitarbeiter und ihre Familien seien aus China in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Am Gesamtergebnis habe das China-Geschäft einen Anteil von zwölf Prozent. Die Folgen des Virus werden von dem Unternehmen mit rund 30 Millionen im ersten Quartal des Jahres eingerechnet. Sollte die Krise andauern, müssten die Berechnungen bei der Präsentation der Quartalszahlen im Mai angepasst werden.   

    Italien bleibt die Wurzel des Unternehmens

    Bis 2022 will der Reifenhersteller nach dem Strategieplan seinen Umsatz von geplanten 5,4 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 5,8 Milliarden steigern, mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von drei Prozent. Ausgebaut werden soll das sogenannte „High-Value-Geschäft“ auf 73 Prozent der Produktion.

    „Wir schaffen ein reines Consumer-Unternehmen, das auf Reifen für Autos und Motorräder fokussiert ist“, hatte CEO Tronchetto Provera zur Strategie dem Handelsblatt gesagt. Mit den Chinesen habe sich nichts geändert, die Wurzel des Unternehmens sei und bleibe Italien.

    „Wir sehen eine schwierige Situation für dieses Jahr und das erste Quartal 2021”, sagte Tronchetti Provera am Mittwoch in Mailand. Deshalb sehe der Plan eine Reihe von Maßnahmen zur Kostenreduzierung vor.

    Im vergangenen Jahr hatte die Aktie 21 Prozent an der Börse verloren. Ein Grund: die Vorstellung des neuen Plans war wegen der neuen Szenarien von Anfang Dezember auf jetzt verschoben worden. Schon vor einem halben Jahr hatte Tronchetti Provera, dessen Mandat bis 2022 läuft, gesagt, dass der Druck auf die Preise sehr viel deutlicher werde.  

    2019 hat Pirelli nach dem vorläufigen Ergebnis mit 5,3 Milliarden Euro Umsatz einen Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 917 Millionen. Zu den von Pirelli bereits dementierten Marktgerüchten um eine Fusion mit Nokian, dem finnischen Reifenhersteller, sagte Tronchetti Provera, es gebe keinen Plan für ein Zusammengehen mit einer anderen Gruppe – man sei aber offen.

    Mehr: Die Nachfrage nach Schiffstransporten zwischen Asien und Europa bricht aufgrund der Epidemie ein.

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