Zum dritten Mal Merck verlängert Offerte für AZ Electronic

Die britische Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials wird weiter vom Pharma- und Chemiekonzern Merck umworben. Bereits zum dritten Mal verlängern die Darmstädter ihr Milliarden-Angebot.
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Merck und AZ hatten die Übernahmepläne Anfang Dezember angekündigt. Insgesamt bietet der hessische Traditionskonzern rund zwei Milliarden Euro für AZ - eine ehemalige Hoechst-Tochter. Quelle: Reuters

Merck und AZ hatten die Übernahmepläne Anfang Dezember angekündigt. Insgesamt bietet der hessische Traditionskonzern rund zwei Milliarden Euro für AZ - eine ehemalige Hoechst-Tochter.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat sein milliardenschweres Übernahmeangebot für die britische Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials zum dritten Mal verlängert. Aktionäre des Unternehmens können ihre Anteilsscheine nun bis zum 28. Februar andienen, wie Merck am Freitag in Darmstadt mitteilte. Der Konzern habe die Frist verlängert, weil die wichtige Entscheidung der chinesischen Kartellbehörde noch ausstehe. Die chinesische Behörde hat zunächst bis Ende Februar Zeit, den Zusammenschluss in einer ersten Phase zu prüfen. Bislang endete für AZ-Aktionäre die Frist am 18. Februar.

Merck hatte die Offerte bereits zwei Mal verlängert. Inzwischen haben 53,37 Prozent des Aktienkapitals das Kaufangebot von 403,5 Pence je Aktie angenommen. Einige Aktionäre haben allerdings inzwischen ihre Andienung wieder zurückgezogen: Vor gut einer Woche hatte Merck noch 56,48 Prozent gemeldet. An der Höhe der Offerte änderte der Konzern aber nichts. Merck peilt eine Annahmequote von mindestens 95 Prozent an.

Merck und AZ hatten die Übernahmepläne Anfang Dezember angekündigt. Insgesamt bietet der hessische Traditionskonzern rund zwei Milliarden Euro für AZ - eine ehemalige Hoechst-Tochter, die unter anderem Komponenten für Apples iPad liefert. Merck erhofft sich durch die Übernahme noch mehr Geschäfte mit Elektronikriesen wie Samsung oder Sony. Die US-Wettbewerbsbehörde und das Bundeskartellamt haben bereits grünes Licht für die Transaktion gegeben. Auch die Freigabe in Japan hat Merck bereits in der Tasche.

  • rtr
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