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Zweites Geständnis Ex-Schieder-Geschäftsführer packt aus

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der wegen Bilanzmanipulationen inhaftierte frühere Geschäftsführer des insolventen Möbelherstellers Schieder, J. (42), weitgehend geständig.
10.07.2007 - 18:10 Uhr

Bielefeld J. sei am Dienstag gegen eine Kaution in Höhe von 175.000 Euro auf freien Fuß gesetzt worden, sagte Staatsanwalt Eckhard Baade der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach den millionenschweren Bilanzfälschungen bei dem insolventen Möbelriesen Schieder hatte bereits der frühere Controlling-Leiter Andreas Hilbrink (46) vor knapp zwei Wochen weitgehend gestanden.

Neben J. waren vom Schieder-Management auch Firmengründer Rolf Demuth (68), Ex-Finanzchef Heinrich Griem (70) und Hilbrink in Haft genommen worden. Hilbrink war nach seinem Geständnis Ende Juni gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. In Haft sitzen derzeit noch Demuth und Griem. Demuth habe gegen seinen Haftbefehl Beschwerde eingelegt, die vor dem Amtsgericht verworfen worden sei. Der Kreis der Beschuldigten habe sich jedoch über die vier Manager hinaus erweitert, sagte der Staatsanwalt. Nähere Angaben wollte er am Dienstag jedoch nicht machen.

Unterdessen gehen auf der Arbeitnehmerseite die Bemühungen zur Gründung einer Transfergesellschaft für die rund 1000 verbliebenen deutschen Schieder-Beschäftigten weiter. „Ich hoffe, dass wir am Wochenende mehr wissen“, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Detmold, Reiner Seiler. Er äußerte die Sorge, dass die neue Interims- Geschäftsführung die Belange der Arbeitnehmer nicht ausreichend berücksichtige. „Die wollen nicht so sehr Beschäftigung erhalten, sondern vor allem Investoren finden“, sagte Seiler.

Die Schieder-Gruppe mit insgesamt 115 Gesellschaften beschäftigte bis zur Insolvenz des Hauptbetriebes 11 000 Mitarbeiter, 1300 hiervon in Deutschland. Im Zuge der Insolvenz waren massive Bilanzmanipulationen zu Tage getreten. Die aus den Fälschungen resultierenden Risiken trugen mit dazu bei, dass Investoren von einem geplanten Einstieg bei Schieder absahen. Mit falschen Bilanzzahlen sollen die Schieder-Manager Kredite und Genussscheine in Höhe von 283 Mill. Euro erschlichen haben.

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