Zweites Quartal Firmen aus Übersee verzweifeln an Europa

Die Krise in Europa verhagelt den US-Unternehmen die Bilanzen. Die meisten, die bislang ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, klagen über ausbleibende Kunden und Aufträge. Und zu Hause ist die Lage nur wenig besser.
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McDonalds hat ein schwaches Quartal hinter sich. Quelle: Reuters

McDonalds hat ein schwaches Quartal hinter sich.

(Foto: Reuters)

WashingtonAls US-Finanzminister Timothy Geithner am Montag zu seinem urlaubenden deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble nach Sylt aufbrach, dürften ihm viele Manager amerikanischer Konzerne die Daumen gedrückt haben. Geithners Trip in die Euro-Krisenregion, so die Hoffnung, könnte am Ende vielleicht das Schlimmste noch verhindern. Alles, was gegen die Krise helfen könnte, ist willkommen.

Denn Europa ist für US-Unternehmen die Sorge Nummer eins: Die Krise in Übersee, das berichteten die meisten Firmenchefs in ihren Zwischenberichten aus dem zweiten Quartal, nagt an ihren Gewinnen, lässt ihre Aktienkurse fallen und trübt ihre Aussichten für das restliche Jahr. „Gegenwind“, „Unsicherheit“ und „schwaches Wachstum“ sind die Schlagworte der Quartalssaison, in der bislang etwas mehr als die Hälfte der US-Konzerne Zahlen vorgelegt haben. „Sag Adieu zu wachsenden Gewinnen“, schrieb das „Wall Street Journal“.

Ob Apple, 3M oder der Autokonzern Ford, der erwartet, im Europa-Geschäft in diesem Jahr eine Milliarde Dollar zu verlieren: Quer durch alle Branchen klagen die Konzerne über die sich stetig verschlimmernde Krise, die Unternehmen weniger investieren und Kunden weniger konsumieren lässt. „Die Leute bleiben zu Hause“, sagte etwa der Finanzchef von McDonalds, Peter Bensen. Der erfolgsverwöhnte Fastfood-Konzern hat soeben das schwächste Quartal seit Ende 2009 hinter sich gebracht.

Auch Starbucks ging es schon mal besser. Die Kaffeehaus-Kette musste für das laufende Quartal ihre Prognose zurücknehmen. „Das ist kein Starbucks-Problem“, sagte Firmenchef Howard Schultz. „Das ist ein volkswirtschaftliches Problem eines schwachen Konsumentenvertrauens“. Auch UPS sieht Grund zur Besorgnis: „Unsere Kunden werden zunehmend nervös“, sagte der Chef des globalen Paketdienstleisters, Scott Davis. UPS gilt wie auch Fedex als Seismograph für die Wirtschaftstätigkeit weltweit.

„Die Welt ist nicht im normalen Wachstumsmodus“
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28 Kommentare zu "Zweites Quartal: Firmen aus Übersee verzweifeln an Europa"

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  • Handelsblatt zu kritisieren, ist nicht angemessen. Sie könnnen ja anderer Meinung sein, aber bitte keine Einheitsmeinung wie im Bunztag.

  • Na, von mir aus....

  • Die Krise in Europa verhagelt den US-Unternehmen die Bilanzen. Die meisten, die bislang ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, klagen über ausbleibende Kunden und Aufträge. Und zu Hause ist die Lage nur wenig besser.
    das rächt sich jetzt, wenn man die heimische Industrie ins Ausland, speziell nach China verlegt.
    wir werden das auch noch zu spüren bekommen!
    die anderen für sich arbeiten lassen und nur auf Pump leben, das geht nicht lange gut.
    ich rate den Amis folgendes
    schafft mehr Arbeitsplätze bei euch
    baut eine neue Industrie auf
    gebt den Arbeiter mehr Geld
    gebt weniger für Waffenkäufe aus
    zettelt keine neue Kriege an
    bestraft die Korruption in eurem Land
    und spart etwas
    legt euer erspartes im eigen Land an
    bestraft bescheuderte, korrupte Banker
    dann wird es in einpaar Jahren wieder besser werden

  • Wie peinlich: KRI-E-SE. Das Smartphone-Analphabetentum schreitet sichtlich voran!

  • In "nationalen" Foren, die Deutschland als Kolonie von "USrael" bezeichnen, ist man wirklich völlig desorientiert. Die Wahrheit ist eine ganz andere: Schwarz-Braun hat den 8. Mai 1945 überstanden, sich heimlich und gegenüber der jüdischen Machtelite zum Scheine mit der letzteren verbündet, und ab Stunde 0 den Welteroberungskrieg mit anderen Mitteln fortgesetzt: Intrigante Ökonomie statt Panzer.

    Der US-Präsident muss demnächst barfuß vom Flugplatz zum Bundeskanzleramt laufen, einen Kniefall vor Merkel machen, ohne ihr ins Gesicht sehen zu dürfen: Wer vor 500 Jahren zum Papst kam, durfte schließlich auch nicht aufblicken, sondern musste auf des Papstes Pantoffel schauen.

    Die Al Kaida ist längst blaß vor Neid, darauf, wie Deutschland die USA allmählich darauf vorbereitet, zu einer deutschen Kolonie zu werden. Dann werden die weißen US-Amerikaner endlich erfahren, wie man sich als Mensch zweiter Klasse fühlt.

    Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

    http://www.freegermany.de/apokalypse20xx.html

  • Obama will wiedergewählt werden und die US Wirtschaft schwächelt und alle Geldspritzen sind bisher verpufft.
    Wie überall werden die Schuldigen im Ausland gesucht.
    Europa eignet sich da sehr. General Motors sagt Opel macht Probleme,Ford sagt sie verlieren Geld, McDonalds hätte gern mehr Besucher, also sagt Obama der US Bevölkerung, dass Europa das Problem ist und Deutschland mit frischem Geld stimulieren müsse, denn Deutschland bringt sogar die Weltwirtschaft in Gefahr. Leider glauben ihm das die Leute auch noch.-- Daher Geithner bei Schäuble was auch indirekt
    Druck auf die EZB und auf Karlruhe macht.
    Obama war Student und Sozialarbeiter- von Business hat er wenig Ahnung !

  • Wenn manche Leser an Handelsblatt verzweifeln, dann sollen Sie doch die TAZ lesen. Die schreibt den Verzweifelten nach dem rechten Sinn.
    Besser als diese sinnlosen Kommentare hier abgeben. Ich hoffen HB aendert sich nicht.

  • Und noch was: Die Amis verzweifeln vielleicht an Europa, was ja an sich eine Neuigkeit ist. Aber eine Menge Leser verzweifeln inzwischen am HB und seiner verkorksten Berichterstattung. Der einzige Trost dabei ist, daß die überwiegende Mehrzahl der anderen Blättchen noch viel schlimmer sind.

  • Die USA müssen sich nur eine Eintrittskarte für Target2 beschaffen, dann läuft ihr Laden wieder. Wir wären sogar dafür, das dann Target3 zu nenen. Hurra!

  • Wir können es doch wie die Chinesen machen. Die verkaufen Sachen nach USA. Die Amis bezahlen das mit frisch gedruckten Dollars, die sie drucken, weil die Chinesen die Bonds kaufen. it dem übriggebliebenen Dollars gehen die Chinesen dann weltweit auf Einkaufstour. So machen wir das auch. Wir verkaufen den Amis Sachen, die bezahlen das mit frisch gedruckten Dollars, wir kaufen ein paar Bonds und gehen mit dem Geld dann ein paar amerikanische oder chinesische Firmen einkaufen.
    Solange die Amerikaner jede Minute 1,2 Millionen USD drucken, und das machen die ja, dann können die auch 2,4 Millionen USD drucken und wir gehen alle einkaufen. Dann gibt es einen Superaufschwung.

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