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Zwischenfall in Tuscaloosa Im Mercedes durchs politische Minenfeld

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Den Politikern war alles egal

Nicht nur das: Das neue Gesetz verbietet obendrein jede staatliche Hilfe für illegale Einwanderer. Sie dürfen keine öffentlichen Hochschulen besuchen, niemand darf ihnen ein Quartier, geschweige denn einen Job anbieten. Schließt jemand einen Vertrag mit einem Illegalen und weiß um dessen Status, sind die Vereinbarungen nichtig. Die Folge: Einwanderer verlassen in Scharen den Staat, viele lokale Firmen und Privathaushalte bangen um ihre billigen Hilfsarbeiter.

Das Gesetz ist derart zweifelhaft, dass selbst das US-Justizministerium beim Obersten Gerichtshof dagegen vorgeht, gemeinsam mit 30 Bürgerrechtsgruppen. Kritiker fühlen sich an die Zeit der Rassentrennung in Alabama erinnert. Die Debatte tobt seit Monaten, zuletzt hatte sie allerdings ein bisschen an Kraft verloren.

Bis dieser Deutsche auftauchte.

Schnell verbreitete sich die Nachricht von H.s Festnahme im ganzen Staat. „Danke, Mercedes!“, schlagzeilte der regionale „Decatour Daily“. Den Politikern sei alles egal gewesen, „so lange die Leidtragenden Hispanics waren“. „Da muss erst ein reicher Weißer aus Deutschland kommen, damit die Hässlichkeit des Gesetzes offensichtlich wird“. Die „Huntsville Times“ freute sich über die wiederbelebte Debatte und sorgte sich um die illegalen Einwanderer, die wegen des Gesetzes im Winter ohne Strom und Heizung dastünden.  

Den örtlichen Kommentatoren lag aber vor allem die Wirtschaft am Herzen. Das Gesetz sei die „größte Bedrohung für Wirtschaft und Jobwachstum im Staat“, schrieben die „Tuscaloosa News“. „Was werden ausländische Wirtschaftsführer wohl von uns denken, nachdem wir einen deutschen Manager auf seinem Trip zu Alabamas erstem ausländischen Autowerk verhaftet haben“.

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4 Kommentare zu "Zwischenfall in Tuscaloosa: Im Mercedes durchs politische Minenfeld"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Heute hat Lieb den Vorwurf der Bereicherung zurückgewiesen. Liebs Anwalt Stefan Nägele sagte am Dienstag bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart (Az: 23 CA 8783/11), die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Lieb habe sich im Zuge von Umbauarbeiten und luxuriösen Einkäufen für die Dienstvilla im US-Bundesstaat New Jersey keine rechtswidrigen Vermögensvorteile verschafft und sei daher zu Unrecht von Daimler fristlos entlassen worden.

  • Löblich, solche Gesetze bräuchten wir auch in Deutschland. Allein für nen 6er Budweiser im Kofferraum sollte es die Höchststrafe geben.

    Und wer zu blöd ist, im Ausland seinen Pass bei sich zu tragen, trägt selbst die Schuld. Zumal die USA für ihre verschärften Einwanderungsgesetze mittlerweile bekannt sein sollten...

  • Glückspilz; In einem republikanischen Bundesstaat steht auf ein solches Vergehen normalerweise sofortige Erschießung in Notwehr.

  • Eine Suedstaaten-Flagge am vorderen Nummernschildhalter kann es auch nicht mehr richten . Schlimm wird es dann noch, wenn man zu schnell unterwegs ist wegen Gschwindigkeitsueberschreiting auf der I 20 gestppt wird und der Reisepass im Hotel in Atlanta, GA liegt und eim Kofferraum noch ein angebrochenes 6-pack mit Budweiser gefunden wird.... Hand & Fussfesseln sind dann angesagt..