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Zwischenfall in Tuscaloosa Im Mercedes durchs politische Minenfeld

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Die Region braucht Mercedes

Mercedes-Benz ist für die Gegend lebenswichtig. Durch das 1993 eröffnete Werk in Vance nahe Tuscaloosa sind mehr als 40.000 Arbeitsplätze entstanden. Honda, Toyota und Hyundai folgten – durch die Deutschen wurde Alabama erst zum Automobil-Standort. Der Mercedes-Zwischenfall sei eine „Peinlichkeit“, schimpfte deshalb David Bronner, einer der ranghöchsten Investoren-Anwerber Alabamas, in den „Birmingham News“. „Wir haben einen Hammer benutzt und ihn uns selbst auf den Kopf geschlagen“.

Während die Debatte in Alabama nun wieder so richtig Fahrt aufgenommen hat, ist H. längst nach Deutschland zurückgekehrt. Eine Sprecherin des Mercedes-Werks Tuscaloosa bestätigte die Umstände der Festnahme, hielt sich ansonsten aber bedeckt. „Das war eine unglückliche Situation“, sagte sie Handelsblatt Online. Man werde Besucher künftig an die hiesigen Passgesetze erinnern.

Zurück bleibt ein zerstrittener Bundesstaat – und ein ratloser Gouverneur. Robert Bentley, einem Republikaner und glühenden Fan des Gesetzes, war die Sache offenbar höchst peinlich. Der Regierungschef, der selbst aus Tuscaloosa stammt, tat gleich dreifach Buße: Nachdem er sich schon persönlich eingeschaltet hatte, um den Deutschen schnell wieder freizubekommen, ordnete er eilig auch noch eine Untersuchung an. Nun denkt Bentley sogar darüber nach, das Gesetz aufzuweichen – „wegen einiger unbeabsichtigter Konsequenzen“.

Im berühmten Song von Lynyrd Skynrd scheint über Alabama übrigens doch nicht immer nur die Sonne. An einer Stelle, es ist die Passage über den geliebten Gouverneur, taucht ein weniger freundlich gestimmter Hintergrundchor auf. Er singt „Buh! Buh! Buh!“

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4 Kommentare zu "Zwischenfall in Tuscaloosa: Im Mercedes durchs politische Minenfeld"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Heute hat Lieb den Vorwurf der Bereicherung zurückgewiesen. Liebs Anwalt Stefan Nägele sagte am Dienstag bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart (Az: 23 CA 8783/11), die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Lieb habe sich im Zuge von Umbauarbeiten und luxuriösen Einkäufen für die Dienstvilla im US-Bundesstaat New Jersey keine rechtswidrigen Vermögensvorteile verschafft und sei daher zu Unrecht von Daimler fristlos entlassen worden.

  • Löblich, solche Gesetze bräuchten wir auch in Deutschland. Allein für nen 6er Budweiser im Kofferraum sollte es die Höchststrafe geben.

    Und wer zu blöd ist, im Ausland seinen Pass bei sich zu tragen, trägt selbst die Schuld. Zumal die USA für ihre verschärften Einwanderungsgesetze mittlerweile bekannt sein sollten...

  • Glückspilz; In einem republikanischen Bundesstaat steht auf ein solches Vergehen normalerweise sofortige Erschießung in Notwehr.

  • Eine Suedstaaten-Flagge am vorderen Nummernschildhalter kann es auch nicht mehr richten . Schlimm wird es dann noch, wenn man zu schnell unterwegs ist wegen Gschwindigkeitsueberschreiting auf der I 20 gestppt wird und der Reisepass im Hotel in Atlanta, GA liegt und eim Kofferraum noch ein angebrochenes 6-pack mit Budweiser gefunden wird.... Hand & Fussfesseln sind dann angesagt..