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Coronakrise Warum Abwasser ein Baustein der Pandemiebekämpfung werden könnte

Forscher haben gezeigt, dass sich das Erbmaterial von Viren im Abwasser nachweisen lässt. Über die Zahl der infizierten Personen sagt das allerdings nichts aus.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Erbmaterial des Virus und seiner Mutanten lassen sich dort nachweisen. Quelle: mauritius images / Neil Cox / Alamy
Abwasserprobe

Erbmaterial des Virus und seiner Mutanten lassen sich dort nachweisen.

(Foto: mauritius images / Neil Cox / Alamy)

Berlin Schwachpunkt der bisherigen Corona-Pandemiebekämpfung ist der späte Nachweis von Infektionen. Eine Möglichkeit, Infektionsherde früher festzustellen, bietet das Abwasser. Forscher haben herausgefunden, dass sich der Anstieg von Corona-Infektionen über das Abwasser fünf bis zehn Tage früher nachweisen lässt als über die Meldesysteme der Gesundheitsämter.

„Es ist möglich, Erbmaterial des Virus und seiner Mutanten im Abwasser nachzuweisen“, sagt Uli Paetzel, Präsident der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). „Sobald die Finanzierung geklärt ist, könnte sich die Abwasserwirtschaft bundesweit zu einem wichtigen Baustein der Corona-Pandemiebekämpfung entwickeln.“

In Deutschland beschäftigen sich unter anderem Forscher der Technischen Universitäten Dresden und Darmstadt mit dem Thema. In ersten Städten wie Wiesbaden läuft eine Testphase. „Durch regelmäßige Abwasserproben können wir das Infektionsgeschehen unabhängig von Testangeboten und der Testbereitschaft der Bevölkerung gut einschätzen“, sagt Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Oliver Franz.

Zusätzlich gebe es weitere Erkenntnisse über die tatsächliche Verbreitung von Virusvarianten im Stadtgebiet. Vorteil der Abwasserproben ist auch, dass Virusreste von asymptomatischen Personen mit einbezogen werden. Die Zahl der infizierten Personen lässt sich dagegen bislang nicht nachweisen.

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