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Kreislaufwirtschaft Wie Lanxess Abwasser wieder nutzbar macht

50 volle Badewannen für eine Jeans: Textilfirmen in Indien produzieren große Mengen Abwasser. Technologie aus Köln bringt es zurück in den Kreislauf.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Ein Großteil des Abwassers soll aufbereitet werden. Quelle: dpa
Jeansproduktion

Ein Großteil des Abwassers soll aufbereitet werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ganze 50 Badewannen voll Wasser für eine einzige Jeans? Das ist die Realität, wenn man den Wassereinsatz – vom Baumwollanbau über das Veredeln bis zum Färben und Bedrucken – von Hosen summiert. 8000 Liter werden etwa in Indien für die Produktion einer Jeans verbraucht. Gerade bei Baumwollkleidung ist die Ökobilanz schlecht.

Die beste, aber nicht einfache Lösung: das stark verunreinigte Abwasser aufbereiten und wieder zurück in den Kreislauf bringen. Technologie des Kölner Chemiekonzerns Lanxess soll das ermöglichen. „Selbst in Industrien mit hohem Wasserverbrauch und stark belastetem Abwasser lassen sich Abwässer radikal minimieren, reinigen und recyceln“, sagt Dirk Steinhilber, Manager im Lanxess-Geschäftsbereich Wasseraufbereitung.

In der südindischen Stadt Tirupur wird dies praktiziert. Sie ist das Zentrum der indischen Baumwollindustrie. Neben den Strickbetrieben sind Hunderte Färbereien, Bleichereien, Druckereien in der Stadt angesiedelt. Doch die Textilindustrie hat Tirupurs Umwelt schwer geschädigt. Jahrzehntelang haben Färbereien und Bleichereien tiefschwarzes und hoch belastetes Abwasser komplett in den örtlichen Fluss Noyyal geleitet. Gerichte schoben dem einen Riegel vor.

Jetzt wird ein Großteil des Abwassers aus der Textilproduktion so aufbereitet, dass es wieder als Prozesswasser in den Betrieben verwendet werden kann. Das geschieht mit staatlicher finanzieller Unterstützung. So wird das Wasser mit sogenannten Ionenaustauschern aus der Lanxess-Produktion entfärbt.

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    Dabei werden organische Schadstoffe entfernt, anschließend wird das Wasser mit einem weiteren Lanxess-Stoff enthärtet. Die Kölner wollen die Produktion der Mittel in den kommenden Jahren mit einer neuen Anlage ausbauen.

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