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Lipid-Nanopartikel Nur mit Schutzkapseln für mRNA kann der Corona-Impfstoff wirken

Chemiefirmen wie Evonik und Merck sorgen dafür, dass Impfstoff sicher in Körperzellen gelangt. Mit der Pandemie hat die Entwicklung noch einmal an Tempo gewonnen.
09.05.2021 - 10:47 Uhr Kommentieren
Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe für mRNA-Covid-19-Impfstoffe. Quelle: Evonik
Repräsentation eines Lipid-Nanopartikels

Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe für mRNA-Covid-19-Impfstoffe.

(Foto: Evonik)

Düsseldorf Lähmende deutsche Bürokratie, endlose Planungsprozesse? Das muss nicht immer sein – vor allem nicht, wenn es um dringend benötigte Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie geht.

Nur acht Wochen haben die Spezialisten des Essener Chemiekonzerns Evonik gebraucht, um in Deutschland eine Produktionsanlage für einen der wichtigsten Inhaltsstoffe für Covid-19-Impfstoffe auf Basis der mRNA-Technologie hochzuziehen.

Nicht nur der Impfstoff selbst und dessen Kern, der Botenstoff mRNA, wurde in Deutschland von der Biotechfirma Biontech entwickelt. An der gesamten Technologie sind viele deutsche Unternehmen beteiligt. Eines der wichtigsten Produkte sind die Trägerkapseln, mit denen der mRNA-Wirkstoff nach der Injektion sicher in die Körperzellen transportiert wird.

Ohne die sogenannten Lipid-Nanopartikel (LNP) könnte der Impfstoff seine Wirkung gar nicht entfalten. Die schützenden LNP-Trägerkapseln bestehen aus mehreren Lipiden, praktisch also Fetten.

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    Evonik liefert zwei der benötigten Lipide an Biontech. Der Essener Konzern hat schon länger ein festes Standbein in dieser Technologie zum mRNA-Transport im Körper und produziert LNP im kanadischen Vancouver.

    Mit der Pandemie hat die Weiterentwicklung und Produktion noch einmal an Tempo gewonnen. Eigentlich wollte Evonik am deutschen Standort Hanau östlich von Frankfurt erst Mitte des Jahres mit der Lipid-Produktion starten. „Es handelt sich um eine komplexe Produktion, die nur wenige in der Welt beherrschen“, sagt Thomas Riermeier, Leiter des Geschäftsgebiets Health Care bei Evonik.

    Doch schon jetzt starten die Lieferungen an Biontech, der Impfstoff wird unter anderem im 100 Kilometer entfernten Marburg gefertigt.

    Evonik ist aber nicht der einzige deutsche LNP-Spezialist. Die Darmstädter Merck KGaA ist schon früh mit Biontech eine Partnerschaft eingegangen und hat ihre Produktionskapazitäten für spezielle Lipide in den vergangenen Monaten nach und nach ausgebaut.

    Der Chemie- und Pharmakonzern stellt auch andere wichtige Komponenten für LNP her, etwa synthetisches Cholesterol.

    Auch Mittelständler tragen zum Impferfolg bei

    In dem Geschäft mischen aber nicht nur Konzerne, sondern auch Mittelständler mit. Die Lipoid-Gruppe aus Ludwigshafen liefert ein bestimmtes Phospholipid für die LNP in den mRNA-Impfstoffen.

    Die 1977 vom Pharmazeuten Herbert Rebmann gegründete Firma ist darauf spezialisiert, diese Produkte aus streng kontrollierten natürlichen Rohstoffquellen wie Eigelb, Soja und Sonnenblumen zu gewinnen.

    Aktuell arbeitet das Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern daran, die Kapazitäten an den Standorten Ludwigshafen und Köln zu verdoppeln.

    Mehr: Diese 75 Ideen bringen Deutschland in den kommenden Jahren voran

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