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75 Ideen

Logistik Wie DHL den Welthandel vereinfacht

Um im E-Commerce unnötige Zölle zu verhindern, testet der Paketzusteller derzeit den Einsatz der Blockchain. Das könnte Milliarden einsparen.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Jeder Artikel ist per Blockchain eindeutig identifizierbar. Quelle: Getty Images
DHL-Container

Jeder Artikel ist per Blockchain eindeutig identifizierbar.

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Im Jahr 1956 war es der US-amerikanische Reeder Malcolm McLean, der mit der Erfindung des 20-Fuß-Containers die Warenversorgung revolutionierte. Nun könnte Deutsche Post DHL für eine zweite Revolution sorgen. Und zwar mit der Einführung der Blockchain in der Logistik.

Ein Budget von 100 Millionen Euro hat der Konzern bis 2025 dafür bereitgestellt. Erste Projekte, darunter die weltweite Ersatzteilversorgung des Autoherstellers Nissan, laufen schon.

Das Versprechen klingt verlockend: Mithilfe der Technologie sollen alle an der Lieferkette Beteiligten Einblick erhalten in die Transaktionen – und zwar verlässlich und in Echtzeit. Ermöglichen soll das die Rückverfolgbarkeit vom Rohstoff bis zum Lebensende des Endprodukts.

Auch den grenzüberschreitenden Handel würde die Blockchain erheblich erleichtern. So müssten etwa Zölle und Einfuhrumsatzsteuern kein zweites Mal erhoben werden, wenn im Zollausland bestellte Waren an den dort ansässigen Händler retourniert werden. Denn jeder Artikel ist per Blockchain eindeutig identifizierbar.

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Standort erkennen

    Erleichtern würde dies vor allem den Handel mit Großbritannien, der seit dem Brexit an Zollkomplikationen zu ersticken droht. Zwar ist mit der EU bei Sendungen über den Ärmelkanal eine Zollfreiheit vereinbart. Die aber gilt nur für Waren, die ihren Ursprung mehrheitlich in Großbritannien beziehungsweise der EU haben. Der Nachweis dieser Eigenschaft, der Importeure seither vor massive Herausforderungen stellt, könnte durch die Blockchain leicht erbracht werden.

    Manipulationen fallen umgehend auf

    Vereinfacht gesagt handelt es sich bei der Blockchain um eine verteilte, öffentliche Datenbank, die Transaktionen auf voneinander unabhängigen Rechnern parallel dokumentiert. Die Betreiber dieser Rechner vergleichen bei jeder weiteren Transaktion die Daten untereinander und stellen damit sicher, dass der Strang an Dokumenten stets identisch bleibt. Manipulationen auf einem dieser Rechner fallen deshalb umgehend auf.

    Als Belohnung erhalten die Rechnerbetreiber sogenanntes Cybergeld, vorzugsweise Bitcoins.

    Im grenzüberschreitenden E-Commerce befindet sich diese sogenannte Distributed-Ledger-Technologie längst in der Erprobung. In Dubai testet sie Deutsche Post DHL mit gleich drei Onlinekaufhäusern. Auch mit Marokko ist man in Verhandlungen.
    Nicht nur im Internethandel könnte die Technologie den Güterverkehr erleichtern. Eine Kühlgutlieferung von Ostafrika nach Europa per Schiff, rechnet die Beratungsfirma Accenture vor, erfordert 30 Zwischenstationen und 200 Abstimmungen. Eine verlässliche Kommunikation über die Blockchain würde den Job erheblich vereinfachen.

    Das Einsparpotenzial hat HSBC Global Research bereits berechnet: Die weltweiten Transportkosten, glauben die Analysten, würden um 15 bis 20 Prozent sinken.

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