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Mobilfunk Mehr Geschwindigkeit, weniger Reaktionszeit: 5G ebnet den Weg zu Industrie 4.0

In Deutschland können Firmen und Forschungseinrichtungen eigene lokale 5G-Netze aufbauen. Das erlaubt aufschlussreiche Experimente mit der Zukunftstechnologie.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Dank 5G lassen sich Bilder von den Triebwerksteilen ohne Verzögerung zu den Fluggesellschaften zu übertragen. Quelle: Juice Images/Getty Images
Flugzeug-Wartung

Dank 5G lassen sich Bilder von den Triebwerksteilen ohne Verzögerung zu den Fluggesellschaften zu übertragen.

(Foto: Juice Images/Getty Images)

Düsseldorf Schon kleine Kratzer können an einer Turbine ein Problem sein. Wenn Fluggesellschaften ihre Maschinen warten lassen, gucken die Techniker daher ganz genau hin, und zwar am besten mit eigenen Augen– selbst wenn sie dafür aus der Ferne anreisen müssen.

In einem Hangar am Hamburger Flughafen ist zu sehen, dass die Inspektion virtuell funktioniert. Lufthansa Technik hat ein System aufgebaut, um Bilder von den Triebwerksteilen mit hoher Auflösung und ohne Verzögerung zu den Fluggesellschaften zu übertragen – die können nun von der Zentrale aus entscheiden, was zu tun ist. Was kurz vor der Coronakrise als Test begann, ist nun eine geschäftskritische Infrastruktur.

Möglich macht das der neue Mobilfunkstandard 5G: Er bietet im Vergleich zu früheren Generationen deutlich mehr Geschwindigkeit bei deutlich geringerer Reaktionszeit und kann zudem deutlich mehr Geräte auf engem Raum verbinden – das erlaubt Anwendungen, die mit LTE und WLAN nicht denkbar sind.

Um derlei Innovationen zu ermöglichen, geht Deutschland bei der Vergabe der Frequenzen für den 5G-Mobilfunk einen Sonderweg: 100 Megahertz des Spektrums bleiben für lokale Netze reserviert, die Firmen und Forschungseinrichtungen selbst gegen eine geringe Gebühr aufbauen können – zum Missfallen der großen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica übrigens, die um Aufträge aus der Industrie sowie um die Deutungshoheit über die Zukunftstechnologie fürchten.

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    123 Anträge für lokale 5G-Netze sind bei der Bundesnetzagentur bislang eingegangen, in 119 Fällen hat die Behörde bereits zugestimmt. Auf der Liste stehen große Konzerne wie Airbus, BMW und Evonik, bekannte Mittelständler wie Kuka und Rohde & Schwarz, aber auch zahlreiche kleinere Unternehmen, Hochschulen sowie einige Behörden. Das ist erst der Anfang: Der Netzausrüster Nokia schätzt das Potenzial in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf 5000 bis 10.000 Campusnetze.

    Vielfältige Technologie

    Einige Beispiele zeigen, wie vielfältig die Technologie ist: Im Universitätsklinikum Bonn ermöglicht 5G die schnelle Übertragung von Bildern der Radiologie, während die Deutsche Messe die Aussteller mit garantierten Internetgeschwindigkeiten ausstatten will. Bosch wiederum ermöglicht im Werk Feuerbach den drahtlosen Datenaustausch zwischen Maschinen und Anlagen in wenigen Millisekunden.

    Der Verband der Elektroindustrie (ZVEI) sieht angesichts dieser Möglichkeiten „ein enormes Potenzial für technologische Entwicklung und Innovation in Deutschland“. Die Technologie ist allerdings noch in einer frühen Phase: Die Unternehmen lernen die Möglichkeiten erst kennen, und einige Funktionen sollen erst in den kommenden Jahren per Update hinzukommen, etwa die genaue Ortung von Objekten. Bei Lufthansa Technik behält man die Entwicklung im Blick. 5G könnte künftig helfen, größere Werkzeuge zu lokalisieren, etwa Schleppstangen für Flugzeuge.

    Mehr: Diese 75 Ideen bringen Deutschland in den kommenden Jahren voran

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