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Neue Verfahren Aus Müll wird neu: BASF, Covestro und Evonik setzen auf chemisches Recycling

Noch immer wird ein großer Teil des Kunststoffabfalls verbrannt. Weil das mechanische Recycling an Grenzen stößt, ruhen die Hoffnungen auf chemischer Wiederaufbereitung.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Aus Kunststoffabfällen zurückgewonnen. Quelle: BASF SE
BASF-Mitarbeiter mit Pyrolyseöl-Flasche

Aus Kunststoffabfällen zurückgewonnen.

(Foto: BASF SE)

Düsseldorf Jeder kennt die Berge an Kunststoffabfällen in den Mülltonnen vor dem Haus oder im Hof. Das Material ist im Alltag allgegenwärtig und landet doch – kaum gebraucht – schnell wieder in der Wertstofftonne. Wobei diese Bezeichnung irreführend ist: Als wertvoll gilt Kunststoff sicherlich, nur wird er nur zu einem niedrigen Teil wirklich recycelt.

Rund 20 Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen fallen jährlich in Europa an, die nicht wiederverwertet werden, sondern in Verbrennungsanlagen landen. Ein Grund sind die Grenzen des mechanischen Recyclings. Dafür sind möglichst sortenreine und getrennte Kunststoffe nötig, bei Verbundstoffen stößt dieses Verfahren auf Schwierigkeiten.

Die Hoffnungen liegen deswegen auf dem chemischen Recycling. Dabei wird das Material in seine Grundbausteine zerlegt, sodass es wieder in den Anfang der Verarbeitungskette einfließen kann. Die Technologie gilt als vielversprechend, steckt faktisch aber noch in den Anfängen.

Doch die Chemieindustrie sucht dabei intensiv nach innovativen Verfahren und Kooperationen. Vor wenigen Tagen hat sich BASF mit zwei Partnern verbündet. Ziel ist der Bau einer Pyrolyseanlage zur Zersetzung von Kunststoffabfällen. Das Material soll die Entsorgungsfirma Remondis liefern. Die Technologie entwickelt BASF gemeinsam mit dem norwegischen Spezialisten Quantafuel

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    „BASF hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2025 jährlich 250.000 Tonnen recycelte Rohstoffe zu verarbeiten. Dabei ist es wichtig, nur Rohstoffe einzusetzen, die aus Kunststoffabfällen gewonnen werden, welche sonst nicht recycelt worden wären“, sagt der verantwortliche BASF-Manager Lars Kissau.

    Das aus Kunststoffabfällen gewonnene Pyrolyseöl wird in die Verbundproduktion von BASF eingespeist, es werden also in gleicher Menge die sonst üblichen Mengen an Rohstoffen aus Öl und Gas eingespart. Die Essener Evonik entwickelt derzeit ein Verfahren, mit dem stark verschmutzte PET-Abfälle in reine Ausgangsstoffe zurückverwandelt werden können.

    Auch der Kunststoffhersteller Covestro treibt das chemische Recycling voran. Im März hat der Konzern am Standort Leverkusen eine Pilotanlage für die Zerlegung von Weichschaum aus Matratzen gestartet. Die so zurückgewonnen Rohstoffe sollen dann wieder vermarktet werden.

    Die Verfahren gelten als vielversprechend, doch es gibt noch einige Hürden: Nach einer Beurteilung des Umweltbundesamts ist die werkstoffliche Verwertung bisher immer noch grundsätzlich ökologisch und ökonomisch vorteilhafter als ein chemisches Recycling. Denn für die Zersetzung der Kunststoffe werden große Mengen von Energie und chemischen Zusatzstoffen benötigt.

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