Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
75 Ideen

Präventionsversicherungen Die Police der Zukunft setzt auf Vorsorge statt auf Schadensregulierung

Versicherer beschäftigen sich mit der Frage, wie Schadensfälle künftig durch eine wirksame Prävention verhindert werden können. Erste Lösungen gibt es schon.
03.05.2021 - 12:27 Uhr Kommentieren
Wer unterwegs ist, kann künftig Informationen zur Wetterlage erhalten, um das Unfallrisiko zu reduzieren. Quelle: imago/Westend61
Joggen am Waldrand

Wer unterwegs ist, kann künftig Informationen zur Wetterlage erhalten, um das Unfallrisiko zu reduzieren.

(Foto: imago/Westend61)

Frankfurt Versicherungen springen ein, wenn ein Schaden entstanden ist. Sie helfen, die finanziellen Folgen eines Unfalls, eines Einbruchs oder auch eines Sturms abzumildern. Besser wäre es für die Versicherten, wenn es gar nicht erst zum Schaden kommt. Viele Versicherer beschäftigen sich daher mit der Frage, wie Schadenfälle künftig durch eine wirksame Prävention verhindert werden können.

Davon hätten beide Seiten etwas, sagt Dietmar Kottmann, Partner bei der Beratungsfirma Oliver Wyman: „Sinken dadurch die Schadenaufwendungen der Versicherer, können sie ihren Kunden den Versicherungsschutz günstiger anbieten.“ Die Prävention sei Teil eines Megatrends: weg von der reinen Versicherung hin zu einem Rund-um-Schutz.

An einer solchen Präventionslösung arbeitet derzeit das Versicherungs-Start-up Wefox, das hierfür ein Entwicklerteam in Paris von Samsung übernommen hat. „Im nächsten Jahr wollen wir ein Produkt auf den Markt bringen, das unsere Kunden vor Risiken warnt“, sagt Firmengründer Julian Teicke.

Ein Beispiel: Wer in den Bergen unterwegs ist, soll künftig Informationen zur Wetterlage erhalten, um so das Unfallrisiko beim Skifahren zu reduzieren. Geplant ist ein Abo-Modell, das Wefox mit der passenden Versicherungspolice anbieten will. Wer sich für das Abo entscheidet, zahlt weniger für den Versicherungsschutz. Die Kunden müssen allerdings bestimmte Smartphone-Daten mit dem Versicherer teilen, etwa den Standort. Teicke verspricht jedoch, Informationen nur für die Risikoprävention zu nutzen und die Nutzung für andere Zwecke explizit auszuschließen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Als der Klassiker unter den Präventionsprodukten für Privatkunden gilt das Gesundheitsprogramm Vitality. Dieses ist in Deutschland über den Versicherer Generali in Kombination mit einer Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung erhältlich. Für gesundheitsbewusstes Verhalten bekommen Versicherte „Vergünstigungen bei attraktiven Marken und auf die Versicherungsprämie“, heißt es.

    Online-Trainings und Phishing-Simulationen

    Gegenwind kommt von Verbraucherschützern, die das Produkt für intransparent halten. Das verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Versicherer bei der Umsetzung von Präventionsservices stehen. Laut Kottmann werden viele Menschen erst bereit sein, Daten mit dem Versicherer zu teilen, wenn „sie darauf vertrauen können, dass sie die Hoheit darüber haben, was mit ihren Daten passiert“.

    Für Unternehmen spielen Präventionsangebote dagegen schon heute eine wichtige Rolle: „Im Bereich der Cyberversicherungen gibt es bereits gut funktionierende Präventionsdienstleistungen, die vor allem Mittelständler in Anspruch nehmen“, sagt Kottmann. Der Cybersicherheitsanbieter Perseus, der zur HDI-Gruppe gehört, bietet etwa Online-Trainings und Phishing-Simulationen, um die Mitarbeiter in den Unternehmen zu sensibilisieren. Versicherer, die mit Perseus kooperieren, können das Konzept ihren Kunden zusammen mit der Cyberpolice anbieten.

    Mehr: Diese 75 Ideen bringen Deutschland in den kommenden Jahren voran

    Startseite
    Mehr zu: Präventionsversicherungen - Die Police der Zukunft setzt auf Vorsorge statt auf Schadensregulierung
    0 Kommentare zu "Präventionsversicherungen: Die Police der Zukunft setzt auf Vorsorge statt auf Schadensregulierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%