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Tele-Medizin Henkel hat ein Gesundheitspflaster entwickelt, das Patienten aus der Ferne checkt

Der Klebstoffkonzern Henkel hat sich mit belgischen Medizin- und Techfirmen zusammengetan. Das Ergebnis ist ein innovatives Medizinprodukt.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Gedruckte Elektronik könnte die Medizin intelligent unterstützen. Quelle: Henkel
Intelligentes Gesundheitspflaster

Gedruckte Elektronik könnte die Medizin intelligent unterstützen.

(Foto: Henkel)

Düsseldorf Wie schaffen es Mediziner und Pflegekräfte, möglichst viele Patienten verantwortungsvoll zu betreuen? Die Corona-Pandemie hat wieder gezeigt, dass es bei dieser Frage im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod gehen kann. Einen Teil der Lösung könnte eine Innovation aus der Klebstoffsparte des Düsseldorfer Dax-Konzerns Henkel liefern.

Gemeinsam mit fünf belgischen Medizin- und Technologieunternehmen hat eine in Belgien angesiedelte Abteilung von Henkel ein smartes Gesundheitspflaster für die Fernkontrolle der Vitalfunktionen von Patienten mit Herzfehlern und Epilepsie konzipiert.

Hochleistungselektroden und leitfähige Lacke ermöglichen dabei die Aufzeichnung von Körperfunktionen wie Atmung, Herzfrequenz und Körpertemperatur, die über einen Sensor in der Mitte des Pflasters gesammelt und drahtlos an eine Cloud zur Datenspeicherung gesendet werden.

Mit Beginn der Pandemie haben die Entwickler das System so erweitert, dass sich dieses Gesundheitspflaster auch bei Corona-Patienten einsetzen lässt. Das Pflaster erleichtert nach Angaben von Henkel die Arbeit des medizinischen Personals erheblich, da keine physischen Kontakte notwendig sind – wichtig bei Infektionsgefahr –, und es erhöht zudem die Sicherheit der Patienten.

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    „Das intelligente Gesundheitspflaster verdeutlicht die großen Potenziale von Anwendungen im Bereich gedruckte Elektronik und die Durchschlagskraft von Partnerschaftsansätzen im Markt“, sagt Stijn Gillissen, Global Head of Printed Electronics bei Henkel.

    Aktuell prüfen die Pflaster bis zu 300 Corona-Patienten aus der Distanz

    Systeme wie das Gesundheitspflaster könnten die Medizin intelligent dabei unterstützen, beispielsweise Patienten aus der Distanz zu beobachten. Er rechnet deshalb damit, dass der Bedarf an solchen Technologielösungen in Zukunft steigen werde.

    Das Covid-19-Gesundheitspflaster wird aktuell von fast 30 Krankenhäusern in Flandern zur Fernkontrolle von bis zu 300 Corona-Patienten eingesetzt. Die Technologie kommt darüber hinaus in der sogenannten Point-of-Care-Diagnostik oder in der Wundversorgung zum Einsatz.

    Dabei ist der Einsatz von gedruckter Elektronik keineswegs auf Medizintechnik und den Gesundheitssektor begrenzt. Es geht auch um Hygieneprodukte wie Windeln, den Automobilbau sowie Möbel und Gebäudetechnik. Um Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen, hat Henkel ein Netzwerk aufgebaut, das die Kunden des Konzerns mit Designern von Leiterplatten, Druckherstellern oder Spezialisten im Bereich IoT (Internet der Dinge) zusammenbringt.

    Henkel fokussiert sich neben der Entwicklung von elektronischen Hautpflastern derzeit auf dehnbare Sensoren, Heizfolien und Antennenfolien.

    Die Bandbreite der Produkte zeigt: Das wirtschaftliche Potenzial von gedruckter Elektronik ist hoch. Laut Prognose des Marktforschungsunternehmens Transparency Market Research wird der weltweite Gesamtumsatz im Jahr 2024 bei rund 65 Milliarden US-Dollar liegen. Treiber für dieses Wachstum sind die fortschreitende Digitalisierung, neue IoT-Anwendungen und die wachsende Nachfrage von Konsumenten nach smarten Produkten.

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