Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
75 Ideen

Thyssen-Krupp, Salzgitter und Co. Klimaneutraler Stahl: Die Hochöfen weichen der Zukunft

Bis spätestens 2050 gehören Hochofentürme der Vergangenheit an. Stahlhersteller wie Thyssen-Krupp und Salzgitter ersetzen CO2-intensive Kohle durch Wasserstoff.
07.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Statt CO2-intensiver Kohle soll künftig klimaneutral produzierter Wasserstoff eingesetzt werden. Quelle: REUTERS
Stahlrollen in Salzgitter-Werk

Statt CO2-intensiver Kohle soll künftig klimaneutral produzierter Wasserstoff eingesetzt werden.

(Foto: REUTERS)

Düsseldorf Besucher des Duisburger Stadtteils Bruckhausen kommen an ihnen nicht vorbei: Die riesigen Hochofentürme von Thyssen-Krupp dominieren seit vielen Jahrzehnten das Landschaftsbild der von der Stahl- und Bergbauindustrie geprägten Ruhrgebietsregion.

Doch spätestens bis 2050 werden sie verschwunden sein, denn die Stahlproduktion zählt zu den größten industriellen Emittenten von Kohlenstoffdioxid. Mit neuen Technologien macht sich die Branche nun bereit für die Zukunft.

Um den Pariser Klimavertrag einzuhalten, muss die Stahlbranche ihre Prozesse umstellen. Statt CO2-intensiver Kohle soll künftig klimaneutral produzierter Wasserstoff eingesetzt werden.

Schon jetzt testen Firmen wie Thyssen-Krupp oder Salzgitter verschiedene Verfahren: Meist wird dabei das Eisenerz unter hohen Temperaturen mit Wasserstoff oder Erdgas versetzt, um den enthaltenen Sauerstoff herauszulösen und am Ende Roheisen zu gewinnen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch um auf die neue Technologie umzusteigen, müssen die Stahlhersteller Milliarden Euro in neue Anlagen investieren. Gleichzeitig verbraucht die Produktion von grünem Wasserstoff viel Strom, der aktuell nicht zur Verfügung steht. So rechnet die Branche mit einem Mehrbedarf von 12.000 Windrädern der großen Fünf-Megawatt-Klasse, um die deutsche Stahlindustrie auf Wasserstoff umzustellen.

    Dennoch packt die Branche das Vorhaben an – und schließt Partnerschaften etwa mit Energieproduzenten, um die Versorgung zu sichern. Gleichzeitig bemühen sich die Unternehmen um Staatshilfen.

    So mögen eines Tages die Hochöfen aus Duisburg verschwinden – aber nicht die Stahlproduktion selbst.

    Mehr: Diese 75 Ideen bringen Deutschland in den kommenden Jahren voran

    Startseite
    Mehr zu: Thyssen-Krupp, Salzgitter und Co. - Klimaneutraler Stahl: Die Hochöfen weichen der Zukunft
    0 Kommentare zu "Thyssen-Krupp, Salzgitter und Co.: Klimaneutraler Stahl: Die Hochöfen weichen der Zukunft "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%