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Innovationweek

Handelsblatt Innovation Summit Von der Idee ins Auto: Mit diesen vier Ansätzen fördert Audi Innovationen

Die Autobranche steht unter hohem Innovationsdruck. Audi-Manager Jan Michel erklärt vier Wege, mit denen die VW-Tochter Ideen in die Praxis umsetzt.
09.05.2021 - 18:07 Uhr Kommentieren
Die Autobauer müssen sich im Wettstreit um die besten Ideen gegen Techfirmen und Tesla behaupten. Quelle: dpa
Audi Q4 E-Tron

Die Autobauer müssen sich im Wettstreit um die besten Ideen gegen Techfirmen und Tesla behaupten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wenn der Fahrer von Audis neuem Elektro-SUV E-Tron per Bordnavigation nach einer freien Ladesäule sucht, verändert die Batterie auf der Fahrt dorthin ihre Temperatur, damit die Schnellladung möglichst rasch funktioniert. Es sind scheinbar simple, aber doch folgenreiche Ideen, mit der der Ingolstädter Premiumautohersteller seinen Kunden das Leben erleichtern will – und gegen neue Konkurrenten bestehen muss.

„Früher haben wir unsere Innovationen mit anderen Autobauern gemessen“, sagt Jan Michel, als Chief Transition Architect verantwortlich für die langfristige Ausrichtung von Audi. Schon heute stehe die VW-Tochter auch gegen Techfirmen und Tesla im Wettstreit um die besten Ideen.

Der Zwang, innovativ zu sein, ist in der Autobranche so groß wie kaum in einem anderen Sektor: Der Wandel zur Elektromobilität muss gelingen, und die Software spielt eine immer wichtigere Rolle. Mussten Autobauer früher Neuerungen im Sieben-Jahres-Rhythmus bringen – so lange ist im Schnitt der Lebenszyklus eines Modells –, erwarte der Kunde neue Ideen mittlerweile mit „einer kontinuierlichen Taktrate“, sagte Michel.

Doch wie kommt die Innovation von der Idee ins Auto? Auf dem Handelsblatt Innovation Summit nannte Michel vier Ansätze:

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    1. Innovationen brauchen einen disziplinierten Prozess

    Das Management bewertet Ideen schon im Anfangsstadium: Nur jene, die die besten Erfolgsaussichten haben, werden weiterverfolgt. „Wir wenden dabei harte Kriterien an“, sagt Manager Michel. Die Fokussierung sei notwendig, um die Ressourcen effektiv einzusetzen.

    2. Kooperationen

    Audi arbeitet mit Start-ups zusammen und will das künftig noch stärker mit Zulieferern tun. Innovationen seien das Zusammenspiel einzelner Ideen aus unterschiedlichen Bereichen, die „Hand in Hand gehen müssen“, so Michel. Die Ingolstädter arbeiten auch mit Universitäten zusammen, um zukunftsträchtige Ideen außerhalb der Autowelt aufzuspüren.

    Der promovierte Physiker ist seit Juni 2020 Chief Transition Architect der technischen Entwicklung bei Audi. Quelle: Audi
    Jan Michel

    Der promovierte Physiker ist seit Juni 2020 Chief Transition Architect der technischen Entwicklung bei Audi.

    (Foto: Audi)

    3. Freiräume und Zeit

    Jene Mitarbeiter, die von Audi in die unternehmenseigene Denkfabrik nach Berlin gesendet werden, haben ein Jahr Zeit, kreativ zu sein, und werden nicht ins Tagesgeschäft eingebunden.

    4. Daten nutzen

    So setzt Audi bei der Entwicklung zum autonomen Fahren vor allem auf datengestützte Software. „Wir können uns bei der Erprobung nicht mehr nur auf die Hardware konzentrieren“, sagt Michel. Zudem wertet der Autobauer die Daten seiner Kunden aus, sofern diese zustimmen. So können die Ingenieure herauszufinden, wie schnell sich einzelne Teile abnutzen, um diese künftig langlebiger zu machen.

    In einigen Wochen stellen die Audi-Entwickler die auf diese Weise entstandenen Innovationen auf den unternehmenseigenen „Marktplatz der Ideen vor“. Insgesamt sollen es 300 Vorentwicklungen sein. Bis diese ihren Weg ins Auto finden, wird es noch drei, vier Jahre dauern. Michel will künftig schneller werden. Doch zwölf Monate brauche es mindestens, bis aus der Idee ein Produkt wird. „Noch schneller geht es nicht“, erklärt Michel.

    Mehr: Das sind die Innovationen, die Deutschland voranbringen – und die Köpfe hinter ihnen

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