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Innovationweek

Handelsblatt Innovation Summit Vonovia will mit Start-up-Technologie Kosten sparen

Vonovia-Chef Rolf Buch wehrt sich gegen den Vorwurf, die Immobilienwirtschaft sei nicht innovativ. Er erklärt, welche Technologien die Zukunft der Branche prägen werden.
09.05.2021 - 18:05 Uhr Kommentieren
Der Chef von Deutschlands größtem Wohnungskonzern hat den Kampf gegen den Klimawandel weit oben auf seine Prioritätenliste gesetzt. Quelle: dpa
Innovationsquartier für Klimaschutz von Vonovia

Der Chef von Deutschlands größtem Wohnungskonzern hat den Kampf gegen den Klimawandel weit oben auf seine Prioritätenliste gesetzt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Sind Disruption und große Veränderungen innerhalb kurzer Zeit in der Immobilienbranche möglich oder ein Widerspruch? Über dieses Thema diskutierten der Vonovia-Vorstandsvorsitzende Rolf Buch und Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes am Freitag beim Handelsblatt Innovation Summit. „Wir in der Immobilienbranche gelten ja immer als etwas langweilig, aber in der Tat passiert gerade extrem viel bei uns, gerade beim Thema Klimaschutz“, sagte Manager Buch.

Der Chef von Deutschlands größtem Wohnungskonzern hat den Kampf gegen den Klimawandel weit oben auf seine Prioritätenliste gesetzt – und das aus gutem Grund: 30 bis 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor. Bis 2050 will der Dax-Konzern klimaneutral werden und hat auf dem Weg dahin Zwischenziele festgelegt.

Auf die Frage, welche Technologien die Wohnungswirtschaft in den kommenden fünf bis zehn Jahren verändern werden, verwies der Vonovia-Chef auf Verbesserungen in der Bautechnik, etwa durch bessere Fassaden, Dächer oder Fenster. Spannender sei jedoch die Frage, wie man CO2-neutral Wärme produziere.

„Und das ist ganz einfach: Ich packe Sonnenkollektoren auf das Dach“, sagte Buch. So habe auch Vonovia begonnen. Die nächste Herausforderung sei die Speicherung, weil die Energie nicht unendlich in das Netz eingespeist werden könne. Deswegen forscht Vonovia zur Umwandlung von Strom in Wasserstoff. „Da ist noch unheimlich viel Innovation drin, und ich bin sicher, dass das irgendwann auch ein gutes Geschäft wird“, prognostizierte Buch. Wasserstoff als Speicher zu nutzen sei die Innovation, die ihn als Ingenieur persönlich am meisten fasziniere, „und ich glaube, wir sehen noch gar nicht, wie groß das Potenzial ist“.

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    Einsparungspotenzial durch Start-ups

    Darüber hinaus betonte Vonovia-Chef Buch die wichtige Rolle von Start-ups im Immobiliensektor: „Da passiert sehr viel, und da muss auch sehr viel passieren.“ Als Beispiel verwies er auf Probleme mit Aufzügen: Mit rund 3500 Aufzügen im eigenen Bestand ist Vonovia der größte Betreiber von Aufzügen in Deutschland. Wenn einer ausfalle, verursache das Ärger und Kosten, sagte Buch. Um das Management der Anlagen so effizient wie möglich zu gestalten, hatte Vonovia 2019 das Münchener Start-up Dynamic Components übernommen. Nun wolle der Konzern mit der eingekauften Technologie frühzeitig erkennen, wann ein Aufzug droht auszufallen – bevor dies tatsächlich passiert. „Das ist der Traum eines jeden Vermieters“, sagte Buch.

    Ein anderes Beispiel sei die Heizungswartung. Zudem soll auch die Kommunikation mit den Mietern digitalisiert werden. Dies geschehe mithilfe einer selbst entwickelten Mieter-App, die mittlerweile 45.000 Nutzer pro Tag habe. „Das führt natürlich zu einem besseren Service, aber auch zu niedrigeren Kosten“, erklärte Buch.

    Etwas weiter in der Zukunft liegt nach Einschätzung des Vonovia-Chefs dagegen der weitreichende Einsatz von 3D-Druck in der Immobilienbranche – vor allem weil die Kosten noch zu hoch seien. Gut möglich sei aber, dass am Ende nicht ganze Häuser aus dem Drucker kämen, sondern lediglich Elemente eines Hauses – wie etwa innenliegende Räume. In dem Bereich sei noch Forschungsarbeit nötig. Aber wenn man mit Innovationen anfange, seien diese ja noch nicht fertig, sondern man lerne während des Prozesses immer weiter dazu. „Und irgendwann sieht man, dass es gut funktioniert“, sagte Buch.

    Mehr: Vonovia wächst gegen alle Widerstände

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