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100 Jahre Axel Springer Revue statt Festakt zu Springers Geburtstag

Springer inszenierte zum 100. Geburtstag von Verleger Axel Springer eine Revue. Ein Geheimprojekt, in dem Konzernchef Mathias Döpfner die Hauptrolle spielte. Selbst Udo Lindenberg gab eine Gesangseinlage.
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Mathias Döpfner spielte die Hauptrolle in der Revue zu Axel Springers 100. Geburtstag. Quelle: Reuters

Mathias Döpfner spielte die Hauptrolle in der Revue zu Axel Springers 100. Geburtstag.

(Foto: Reuters)

Berlin Was erwarten die Gäste, wenn ein Unternehmen den 100. Geburtstag seines Gründers im Beisein des Bundespräsidenten feiert? Einen Festakt mit vielen staatstragenden Reden, unterbrochen von klassischer Musik. Die 1000 Gäste in der Berliner Ullstein-Halle rieben sich am Dienstagabend aber verwundert die Gäste.

Es gab kein von Grünzeug umrahmtes Rednerpult. Stattdessen setzte sich Mathias Döpfner, seit zehn Jahren Vorstandschef des „Bild“-Konzerns, in Jeans und weißem T-Shirt an den Schreibtisch auf der Bühne und schrieb an seinem Apple-Notebook einen Brief an einen Verleger, den er nie persönlich getroffen hatte. Der frei gehaltene Monolog war eine kritische, pointenreiche Auseinandersetzung mit dem zweifelnden Verleger, politischem Visionär und wankelmütigen Frauenliebling.

Selbst ein Witz auf Kosten früherer Springer-Manager verbiss sich der Vertraute der Springer-Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer nicht. Am Ende gab es im Publikum tosenden Applaus. Im Saal war die Belle Etage der Republik versammelt, neben Bundespräsident Joachim Gauck und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kam auch VW-Eigner Ferdinand Piëch, Siemens-Chef Peter Löscher, Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn, Verleger Hubert Burda und Entertainer Thomas Gottschalk.

Im Mittelpunkt des außergewöhnlichen Abends stand Axel Springers Leben als bunte Revue. Sechs Wochen probierten im Ballhaus Rixdorf im Berliner Stadtteil Neukölln an der 100-minütigen Show. Ein Geheimprojekt. Denn der Abend sollte von der Überraschung leben. Und diese gelang. Denn bis kurz zum Schluss sickerte von der beswingten Zeitreise in der ansonsten klatschsüchtigen Medienbranche nichts durch.

Selbstzweifel, Anfeindungen und Selbstüberschätzung
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