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13 Prozent weniger als im Vorjahr Verspätetes Coldplay-Album drückt Gewinn von EMI

Der weltweit drittgrößte Musikkonzern EMI hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen um rund 13 Prozent niedrigeren Vorsteuer-Gewinn erzielt. Das Unternehmen machte dafür Verzögerungen bei den neuen Alben der umsatzstarken Gruppen Coldplay und Gorillaz verantwortlich.

HB LONDON. EMI hat auch Radiohead und Norah Jones unter Vertrag. Vor Steuern, Firmenwert-Abschreibungen und Sonderposten seien im Finanzjahr bis Ende März 141,9 Millionen Pfund (rund 206,3 Millionen Euro) erreicht worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit. Im Vorjahr hatte EMI hier 163,3 Millionen Pfund ausgewiesen. Analysten haben einer Reuters-Umfrage zufolge einen bereinigten Vorsteuer-Gewinn von durchschnittlich 139,2 Millionen Pfund erwartet.

Der Umsatz ging um 8,4 Prozent auf 1,94 Milliarden Pfund zurück. Den Einfluss der schwankenden Wechselkurse herausgerechnet ergab sich ein Minus von 5,1 Prozent. Im digitalen Bereich steigerte das Unternehmen seine Erlöse derweil auf 49,7 Millionen Pfund nach 15,1 Millionen Pfund im Vorjahr.

Nach Jahren der Online-Piraterie rechnet sich die Branche in diesem Bereich inzwischen deutliche Wachstumschancen aus. „Wir bleiben zuversichtlich, dass der digitale Bereich die Branche in den kommenden Jahren zu attraktiven Wachstumsraten antreiben und einen deutlich größeren Anteil an unserem Geschäft ausmachen wird“, erklärte das Unternehmen. EMI äußerte sich zudem insgesamt optimistisch über die Perspektiven der Musikindustrie und erwartet eine bessere Geschäftsentwicklung.

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