21st Century Fox Sky-Verkauf schluckt Gewinne

Der Verkauf von Sky riss bei 21st Century Fox Löcher in die Bilanz: Der US-Medienkonzern muss Abstriche verkraften. Zwar verhageln vor allem Sonderkosten die Bilanz, doch operativ könnte es durchaus besser laufen.
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Er zieht weiter die Fäden: Rupert Murdoch hatte Anfang Juli den Posten als Vorstandschef an seinen Sohn James abgegeben - die Quartalszahlen von 21 Century Fox kommentierte er aber trotzdem. Quelle: ap
Rupert Murdoch

Er zieht weiter die Fäden: Rupert Murdoch hatte Anfang Juli den Posten als Vorstandschef an seinen Sohn James abgegeben - die Quartalszahlen von 21 Century Fox kommentierte er aber trotzdem.

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New YorkDer US-Unterhaltungsriese 21st Century Fox hat wegen hoher Sonderkosten durch den Verkauf von Sky Italia und Sky Deutschland einen Gewinneinbruch verzeichnet. Im Geschäftsquartal bis Ende Juni fiel der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 999 auf 87 Millionen Dollar (80 Mio Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Allerdings hatte die Veräußerung der Bezahlsender Ende 2014 auch zu einem Einmalertrag in Milliardenhöhe geführt.

Der Umsatz sank, ebenfalls belastet durch den Wegfall der Sky-Beteiligungen, deutlich von 8,42 auf 6,21 Milliarden Dollar. Im Film- und TV-Geschäft gingen die Erlöse spürbar zurück. Neben zahlreichen Fernsehsendern gehört zu dem Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch auch das bekannte Hollywood-Studio 20th Century Fox. Murdoch hatte Anfang Juli den Posten als Vorstandschef an seinen Sohn James abgegeben.

Im Quartalsbericht ließ sich der Senior, der weiterhin im Verwaltungsrat die Fäden zieht, allerdings nicht nehmen, die Zahlen zu kommentieren und sprach von „soliden“ Finanzergebnissen. Einen Erfolg konnte 21 Century Fox mit der Übertragung der Weltmeisterschaft im Frauenfußball verbuchen, die überraschend viele Zuschauer anzog und so die Werbeerlöse klingeln ließ.

Insgesamt kämpft der Konzern wie die anderen großen Kabelanbieter in den USA mit der sinkenden Bereitschaft der Kunden, große Programmpakete zu kaufen. Seit es Alternativen wie Netflix gibt, die ausschließlich über das Internet zu empfangen sind, sparen sich immer mehr US-Verbraucher den teuren Kabelanschluss.

Die Befürchtung, den Unterhaltungsriesen könne ihr traditionelles Geschäftsmodell wegbrechen, hatte zur Wochenmitte bereits die Aktien der großen Medienkonzerne Disney, 21 Century Fox und Time Warner stark belastet. Auslöser war ein eingetrübter Geschäftsausblick, den Disney am Vorabend abgegeben hatte. Die Quartalsergebnisse des Murdoch-Konzerns lagen aber über den Markterwartungen. Das federte den Absturz des Aktienkurses nachbörslich zumindest etwas ab.

  • dpa
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