250.000-Euro-Androhung Amtsgericht machte der Telekom Beine

Mit einer Viertelmillion Euro musste ein Amtsgericht der Telekom drohen, bis diese bei zwei Anwältinnen endlich den bestellten Telefonanschluss einrichtete. Ersatzweise wurde dem Konzern sogar eine Haftstrafe angedroht.
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Logo der Deutschen Telekom. Quelle: dapd

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(Foto: dapd)

LüneburgWeil sie nicht länger auf einen Telefonanschluss warten wollten, sind zwei Rechtsanwältinnen in Lüneburg vor Gericht gezogen - mit Erfolg: Das Amtsgericht drohte der Telekom an, ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro zu verhängen, falls der Telefonanschluss nicht innerhalb von 24 Stunden eingerichtet werde.

Kurz vor Ablauf dieser Frist konnten die Frauen in ihrer neuen Kanzlei laut einem Bericht der „Landeszeitung“ wieder telefonieren. Als Alternative zur Geldzahlung seien bis zu sechs Monate Haft angedroht worden, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Die Telekom wies die Verantwortung für die Verzögerungen von sich. Nach Angaben eines Sprechers war der anstehende Umzug der Kanzlei dem damaligen Anbieter der Anwältinnen gemeldet worden. Dieser habe dann eine unvollständige Adresse an die Telekom weitergeleitet, so dass ein Techniker, der den Anschluss einrichten wollte, die Kanzlei nicht finden konnte.

Die Telekom informierte daraufhin nach Angaben des Sprechers den bisherigen Telefonanbieter der Anwältinnen, die sich nach mehreren Tagen ohne Anschluss an das Gericht gewandt hatten.

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  • dpa
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