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5000 Teilnehmer Digitalkonferenz „Bits & Pretzels“ will Gründerstandort München stärken

Das Gründertreffen „Bits & Pretzels“ startet diesen Sonntag in München – mit Gästen von Satiriker Jan Böhmermann bis Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter.
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Etwa 500 Investoren aus dem In- und Ausland sollen in diesem Jahr nach München kommen. Quelle: dpa
Bits & Pretzels

Etwa 500 Investoren aus dem In- und Ausland sollen in diesem Jahr nach München kommen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfBerliner Digitalkonferenzen, das sind Turnschuhe, Kapuzenpullover und Flaschenbier nach Feierabend. In München hingegen sieht das traditionell anders aus: Wenn Deutschlands Vorstände und Gründer ab Sonntag zur „Bits & Pretzels“ zusammenkommen, heißt es Haferlschuhe, Tracht und Weißbier im Maßkrug.

Seit 2014 versammelt die Digital- und Gründerkonferenz pünktlich zum Oktoberfest Deutschlands Wirtschaftselite und den unternehmerischen Nachwuchs in München. Die Chefs und Gründer Andreas Bruckschlögl, Bernd Storm und Felix Haas haben es geschafft, mit den Berliner Konferenzen mithalten zu können. Das zeigen nicht nur die Zahlen: In diesem Jahr werden rund 5000 Teilnehmer und über 100 Sprecher erwartet.

Zu diesen gehören zum Beispiel Multi-Aufsichtsrätin Ann-Kristin Achleitner, Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter oder Siemens-Personalvorständin Janina Kugel.

Aber auch abseits der Vorstandsetagen suchen die Veranstalter nach interessanten Persönlichkeiten für die Bühne. Im vergangenen Jahr beglückte etwa Stefan Raab mit einem seiner mittlerweile raren Auftritte das Publikum. In diesem Jahr sprechen beispielsweise Rennfahrer Nico Rosberg oder der Satiriker Jan Böhmermann. Doch die Gründer wollen in diesem Jahr trotz aller Oktoberfeststimmung und Start-up-Lockerheit ein ernstes Thema adressieren.

Mit ihrer Konferenz möchten die Veranstalter ein Zeichen für den Standort München und die gesamte deutsche Start-up-Landschaft setzen. „Durch die Bits & Pretzels wird die weltweite Sichtbarkeit vom Gründerstandort München beziehungsweise mittlerweile sogar der gesamten deutschen Startup Landschaft gestärkt“, erklärten Bruckschlögl, Storm und Haas gegenüber dem Handelsblatt.

30 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland. Mit der Konferenz wollen die Veranstalter auch eine Plattform für Gründer erschaffen, die so auch mit ausländischen Geldgebern in Kontakt kommen können. Etwa 500 Investoren aus dem In- und Ausland sollen in diesem Jahr nach München kommen.

Auch die Gründer selbst glauben an den Wert der Konferenz. So sagt Bastian Nominacher, Co-CEO und Mitgründer des Einhorns Celonis: „Die Bits & Pretzels bringt erfolgreiche Unternehmer, Investoren und junge Gründer in München zusammen und ermöglicht einen Austausch mit internationalen Persönlichkeiten zu ihren ganz individuellen Erfahrungen im Startup- und Gründerkosmos – das macht für mich den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus.“

Auch Felix Nottensteiner, Gründer des Münchner Start-ups authorized.by lobt die Veranstaltung als Plattform für den Austausch mit Investoren und Partnern. „Und das direkt vor meiner Haustür“, fügt er hinzu.

Doch in diesem Jahr gibt es eine neue Ernsthaftigkeit: Das Hauptthema der diesjährigen „Bits & Pretzels“ ist „Diversity“. Denn damit sieht es gerade in der Gründerszene oft noch mau aus: Erfolgreiche weibliche Vorbilder als Gründerinnen oder Investorinnen sind in einer Branche, die sich doch so gern als modern und hip gibt, immer noch eine Seltenheit.

Die Veranstalter der Konferenz glauben an den unternehmerischen Erfolg, den Vielfältigkeit mit sich bringt. „Wir sind selbst als Unternehmer davon überzeugt und haben auch bereits mehrfach Erfahrungen machen dürfen, dass man durch Teams, die eine Vielfalt von Geschlechtern, Alter und Herkunft aufweisen, schlicht bessere Geschäftsentscheidungen treffen“, so die Veranstalter.

Man sehe dabei viel ungenutztes Potential und wolle in diesem Jahr durch verschiedene Speaker zeigen, wie man dies nutzenkönne. Als mächtige Fürsprecherin tritt in München Tarana Burke auf. Die US-Bürgerrechtlerin gilt als Gründerin der #MeToo-Bewegung.

Aufgrund dieser Bewegung wird bei „Bits & Pretzels“ in diesem Jahr auch ein altbekanntes Gesicht fehlen: Der US-Schauspieler Kevin Spacey hatte noch im vergangenen Jahr seine Partnerschaft mit der Münchner Veranstaltung bekannt gegeben. In bester Frank-Underwood-Manier hatte er bei der Vorjahresveranstaltung das Publikum unterhalten.

Seitdem ist viel passiert: Spacey muss sich im Zuge der Enthüllungen um den Produzenten Harvey Weinstein Vorwürfen der sexuellen Belästigung aussetzen. Er habe sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, teilten die Veranstalter mit: „Unsere Partnerschaft haben wir pausiert und warten ab, wie Gerichte zu den Vorwürfen entscheiden.“ Selbst habe man Spacey als professionellen und loyalen Geschäftspartner kennengelernt, der seit seinem ersten Auftritt im Jahr 2016 eine große Unterstützung gewesen war.

Für das Thema Diversity entschieden sich die Macher laut eigener Aussage bereits wenige Tage nach dem letztjährigen Event. Es bestehe kein Zusammenhang zu den Ereignissen mit Spacey

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