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5G-Auktion „Es könnte eine Bieterschlacht geben“

Der Spieltheoretiker Stefan Knapek beschreibt die Strategien der Unternehmen bei der 5G-Auktion und warum es dieses Mal sehr teuer werden könnte.
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„Es könnte eine Bieterschlacht geben.“ Quelle: TWS Partners
Stephan Knapek

„Es könnte eine Bieterschlacht geben.“

(Foto: TWS Partners)

BerlinStephan Knapek von der Beratungsfirma TWS Partners hat in den vergangenen Jahren bereits Firmen zur besten Strategie für die Mobilfunkauktionen beraten. Dieses Mal steht er keinem Unternehmen bei und kann offen über die Tricks sprechen.

Herr Knapek, welche Strategie empfehlen Sie den Firmen für die Auktion?
Alles hängt davon ab, wie sich 1&1 als vierter Spieler verhält. Die drei etablierten Netzbetreiber könnten sich einig werden. Aber 1&1 könnte die Auktion gezielt teuer machen, ohne selbst dafür zahlen zu müssen. Ähnlich wie E-Plus 2010. Falls es dem 1&1-Chef nur darum geht, die Preise anzuheben, dann wird er irgendwann aussteigen. Falls er es ernst meint, haben wir eine andere Situation. Es könnte eine Bieterschlacht geben.

Der Chef von 1&1 hat bereits gesagt, dass es die Firma ernst meint.
Das muss Ralph Dommermuth tun, um sich nicht im Vorfeld selbst zu schwächen. Aber das könnte auch reine Strategie sein. Vielleicht will er das jetzt aufgebaute Drohpotenzial auch nur als Hebel nutzen, um irgendwo anders in den Geschäftsbeziehungen einen guten Deal zu erzielen. Das können wir jetzt noch nicht sagen.

Könnten die etablierten Netzbetreiber versuchen, 1&1 rauszubieten?
Das ist schwierig. So eine Lage hatten wir im größeren Maßstab schon im Jahr 2000. Aber damals ist es den etablierten nicht gelungen, die neuen rauszuhalten. Am Ende war das Verfahren mit 50 Milliarden Euro sehr teuer.

Könnte das wieder passieren?
Vermutlich nicht in diesem Maße. 2000 war ein Hype. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es ähnlich wie bei der letzten Auktion im Jahr 2015 läuft, als sich die drei großen Netzbetreiber weitgehend einig waren und mit fünf Milliarden Euro deutlich weniger Geld erlöst wurde. Aber mit 1&1 haben wir eine veränderte Situation.

Wie müssen die Firmen vorgehen?
Eine Auktion ist wie ein Schachspiel. Die ersten Schritte sind ziemlich klar. Und die letzten Schritte sind ziemlich klar. Aber in der Mitte gibt es kein festes Vorgehen. Die Teams der Firmen können sich in Mainz nur an ein paar Regeln halten. Sie sollten früh durch die Gebote signalisieren, was ihnen wichtig ist. Und sie sollten nicht zu gierig sein. Sonst wird die Auktion sehr teuer – für alle.

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