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620 Millionen Dollar für Shopping.com Ebay wird zum Gemischtwarenladen

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Shopping.com dürfte daran allerdings nur wenig ändern. Zwar legte das weltweit einzige börsennotierte Preisvergleichs-Portal im ersten Quartal bei den Erlösen 38,9 Prozent zu. Mit einem Quartalsumsatz von 28,9 Mill. Dollar wird es im Ebay-Konzern aber allenfalls ein Randgeschäft: Das Internet-Auktionshaus schaffte mit seinen 56 Mill. eingeschriebenen Kunden im selben Zeitraum einen Umsatz von rund einer Milliarde Dollar. Der Reingewinn betrug 256 Mill. Dollar.

Mit Shopping.com hat Ebay seine Einkaufstour fortgesetzt. Erst kurz vor Weihnachten hatte der Silicon-Valley-Konzern aus dem kalifornischen San José verkündet, für 415 Mill. Dollar den Immobilienanbieter Rent.com übernehmen zu wollen – einen Online-Marktplatz, der auf die Vermittlung von Wohnungen spezialisiert ist. Danach folgte ein halbes Dutzend weiterer Web-Sites, darunter die deutsche Mobile.de.

Bei Ebay integrieren will man künftig zudem die Plattform „Epinions.com“, die das 310 Mitarbeiter zählende Unternehmen derzeit unterhält. Auf ihr haben mehr als 400 000 Verbraucher rund zwei Millionen Produkt-Kritiken hinterlegt.

„Das Management hat bislang bewiesen, dass es das Kapital klug anlegt“, urteilte gestern Scott Devitt vom Investmenthaus Legg Mason. Das gelte auch für Shopping.com, für das nun – nach Abzug des Kassenbestands – das 16fache des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gezahlt werde.

Die Übernahme von Shopping.com ist für Ebay der größte Zukauf seit zweieinhalb Jahren. Damals hatte sich das gerade einmal zehn Jahre alte Unternehmen den Zahlungsdienstleiter Pay-Pal für 1,5 Milliarden Dollar einverleibt. Die Wettbewerbsbehörden müssten dem Erwerb aber noch zustimmen. Mit einem Abschluss rechnet Ebay im dritten Quartal.

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