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Abhör-Skandal Promis sagen gegen „News of the World“ aus

Im Abhör-Skandal um die einstige Murdoch-Zeitung „News of the World“ hat die Befragung prominenter Zeugen begonnen. Wegen des Fehlverhaltens des Blattes muss die gesamten Branche mit neuen und strengeren Regeln rechnen.
21.11.2011 - 15:20 Uhr Kommentieren
Auch Schauspieler Hugh Grant sagt aus. Quelle: AFP

Auch Schauspieler Hugh Grant sagt aus.

(Foto: AFP)

London Im Abhör-Skandal um die einstige Zeitung „News of the World“ aus dem Medien-Imperium von Rupert Murdoch hat am Montag in London eine Serie von Zeugenaussagen prominenter Betroffener begonnen. Den Auftakt bei der Anhörung vor Richter Brian Leveson machten am Vormittag die Eltern des entführten und ermordeten Mädchens Milly Dowler, dessen Mobiltelefon ein von dem Sonntagsblatt beauftragter Detektiv angezapft hatte.

Am Nachmittag sollte zudem der Schauspieler Hugh Grant aussagen. Dieser wirft der Boulevard-Presse vor, sie stelle der Mutter seiner Tochter, der chinesischen Schauspielerin Tinglan Hong, nach.

Weitere prominente Zeugen, die in dieser Woche aussagen sollen, sind die Schauspielerin Sienna Miller, die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling, Ex-Formel-1-Boss Max Mosley und der Vater der seit 2007 bei einem Urlaub in Portugal vermissten Madeleine, Gerry McCann.

Von der im Juli eingestellten „News of the World“ waren über Jahre die Telefone von fast 6000 Opfern angezapft worden, unter ihnen auch Politiker, Soldaten und Mitarbeiter des britischen Königshauses. Der Fall hat das Imperium um den amerikanisch-australischen Medien-Mogul Murdoch schwer erschüttert. Auch Premierminister David Cameron war kurz unter Druck geraten, da er den ehemaligen „News of the World“- Chefredakteur Andy Coulson zeitweise als Sprecher beschäftigt hatte.

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    Im Zentrum des Skandals steht ein von der „News of the World“ angeheuerter Privatdetektiv, der im Jahr 2002 die Mailbox der damals entführten 13-jährigen Milly Dowler angezapft hatte. Die Eltern schilderten vor der Untersuchungskommission, wie sie wieder Hoffnung schöpften, als sie feststellten, dass der ursprünglich volle Anrufbeantworter auf einmal wieder Platz für neue Nachrichten hatte. Wie sich später herausstellte, hatte nicht das Kind, sondern der Detektiv Nachrichten gelöscht. Glen Mulcaire wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Leiche des Mädchens wurde Monate später in einem Wald entdeckt.

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