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„Absolute Mehrheit“ Stefan Raab plant politische Talkshow

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ARD: „Das Konzept ist abwegig“

„Wir werden es am Anfang nicht einfach haben. Aber nicht, weil unser Konzept absurd wäre, sondern weil es so neu und deshalb riskant ist“, meinte der 45-jährige Fernsehmacher. Er hofft, dass die Berliner Politik schnell mitspielt: „Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett.“

Raabs Ziel: „Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen“ und „die jungen Zielgruppen mit solchen Formaten wieder für Politik interessieren“. Derzeit biete das Fernsehen sonntagabends nach 22 Uhr „eigentlich nichts Relevantes mehr“ an. Auf die „Spiegel“-Frage, warum er ausgerechnet gegen Jauchs Talkrunde antrete, antwortete Raab: „Weil ich da noch Zeit habe.“´

Die ARD hält nicht viel vom Konzept des von Stefan Raab geplanten Polit-Talks auf ProSieben. „Das Konzept, Mehrheitsmeinungen mit Geldprämien zu belohnen, halten wir für abwegig“, sagte ARD-Chefredakteur Thomas Baumann am Sonntag der dapd. „Es besteht die Gefahr, dass Diskutanten einer vermuteten Mehrheitsmeinung hinterherhecheln.“ Raab soll ab 11. November einmal im Monat sonntags einen Polit-Talk präsentieren. Damit steht er in Konkurrenz zur Sendung von Günther Jauch in der ARD.

Bauman sagte: "Auch wenn Herr Raab nur einmal monatlich anzutreten beabsichtigt, wir nehmen die Herausforderung an." Bei Gesprächssendungen im Ersten gelte weiter: Es zählten nur persönliche Standpunkte und die Kraft der vorgetragenen Argumente. Dazu bilde sich das Publikum seine Meinung. „Das ist unsere 'Währung'.“

Produziert wird die Show, die mehrmals im Jahr laufen soll, von der Firma Raab TV, an der Raab und das Kölner Unternehmen Brainpool TV beteiligt sind. Einen persönlichen Wechsel vom Leichten zum Seriösen sieht der Entertainer mit dem neuen Projekt nicht: „Ich bin längst im ernsten Fach angekommen.“

  • dpa
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12 Kommentare zu "„Absolute Mehrheit“: Stefan Raab plant politische Talkshow"

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  • Prinzipiell halte ich es für notwendig junge Leute überhaupt für Politik zu interessieren. Raab scheint den Weg gefunden zu haben. Der Mehrheitsmeinung hinterherhecheln und dafür Geld kriegen ist doch genau das was in der Politik passiert. Man muss es nur noch in 'Polit-Casting' umbenennen.
    Raabs Motive sind meines Erachtens nach aber nicht so ehrlich, wie er tut, sondern es geht ihm nur um Image und Quoten, sprich Geld. Geld regiert die Welt!

  • Meine Wunschgäste u.a.:

    Thilo Sarrazin, Wilfried Scharnagl, Hans-Olaf Henkel, Wolfgang Grupp, Peter Gauweiler, Ronald Schill, Christian Worch, Edmund Stoiber, Heinz-Christian Strache, Eva Herman.

  • [+++Beitrag wurde von der Redaktion gelöscht+++]

  • In dieser Form könnte die Sendung zu einem Polit-Casting verkommen. Wer verkauft seine Idee am besten? Welche Mittel sind die Besten. Darauf gäbe es "endlich" eine Antwort.

    Wie wäre es, während der Sendung nur den Moderator die Rückmeldung des Publikums sehen zu lassen? Er könnte dann Fragen aus der richtigen, weil den Zuschauer stellvertretenden Richtung stellen.

  • was ist denn ein seriöser Politiker? Die rangieren doch imagemäßig noch hinter Finanzberatern und Autoverkäufern.

  • Ich stelle mir jetzt einmal vor dort sitzen als Politiker Merkel und Schäuble, und der teilnehmende Zuschauer ist Eurokritiker. Beil solchen Fragen müssten unsere Politiker einmal Farbe bekennen und kämen nicht mit den üblichen Worthülsen raus.

    Das könnte spannend werden.

  • Bei Raab wissen die meisten Zuschauer, dass es sich nur um eine Schow handelt. Jauch versucht unter dem Deckmantel des "Seriösen" die Zuschauer für dumm zu verkaufen.

    Bestes Beispiel war die Sendung mit Christian Lindner (FDP) und Johannes Ponader (Piraten). Während Jauch Ponader ständig mit seinem HartzIV Bezug herauslocken wollten, kam kein einziges Wort Jauchs zu Lindners Pleitefirma Moomax mit einem Verlust von 1,4 Millionen Steuergeldern.

  • Grundsätzlich ist die Idee ja nicht schlecht, die jüngere Generation wieder näher an die Politik und die aktuell diskutierten Themen heranzuführen.

    Die ARD-Kritik halte ich jedoch für gerechtfertigt. Wer argumentiert, und im Anschluss durch eine Mehrheitsentscheidung auf einen 100.000€-Gewinn hofft, wird wohl kaum nötige, jedoch unpopulistische Meinungen und Fakten vertreten. Dieses Konzept sollte überdacht werden. Ansonsten droht wohl noch viel mehr Populismus die sachliche politische Debatte zu beeinflussen. Und das ist hoffentlich in der Tat nicht das Ziel dieses neuen Versuchs.

    Interesse der jungen Zielgruppe für politische Debatten und Austausch wecken - JA. Populismus und plakative Aussagen und Meinungen fördern - NEIN!

    Auf ein gutes, wenn auch hoffentlich noch etwas angepasstes Konzept!

  • Ich gehe davon aus, dass sich seriöse Politiker nicht an dieser Populismus-Show beteiligen werden.

  • Sollte besser Fleischwurst verkaufen - armes Deutschland wenn das unsere Interlektuellenszene sein soll. Da hilft dann wirklich nur noch Verweigerung der Fernsehgebühren auf dem Klageweg.

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