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Agenturgruppe Serviceplan Warum eine deutsche Werbeagentur einen japanischen Partner braucht

Die Werbeagentur Serviceplan verpartnert sich mit der japanischen Agentur Hakuhodo. Damit will Serviceplan-Chef Haller auf dem ostasiatischen Werbemarkt Fuß fassen.
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Agenturchef Haller hofft auf zusätzliches Geschäft, das die Partnerschaft mit Japan generieren soll. Quelle: Serviceplan
Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe

Agenturchef Haller hofft auf zusätzliches Geschäft, das die Partnerschaft mit Japan generieren soll.

(Foto: Serviceplan)

DüsseldorfDie Münchener Agenturgruppe Serviceplan knöpft sich den ostasiatischen Werbemarkt vor. Dazu schließt das Unternehmen eine strategische Allianz mit der Hakuhodo Group – in Japan nach dem Marktführer Dentsu Aegis die zweitgrößte Werbeagentur. Mit von der Partie ist auch die britische Agentur Unlimited Group, mit der Serviceplan bereits seit 2015 eine strategische Partnerschaft führt.

Mit dieser globalen Allianz addiert die Serviceplan Gruppe in Asien zu den bisherigen Standorten in China und Malaysia weitere Standorte in Japan, Singapur, Thailand, Indonesien, Vietnam und die Philippinen hinzu. Ziel der neuen Zusammenarbeit ist es, den bestehenden und potenziellen Werbekunden ein integriertes Angebot an Marketingmaßnahmen anzubieten.

Zudem wollen die drei Agenturpartner im Bereich Kreation, Media-Abwicklung und Technologie zusammenarbeiten. Dazu haben sie ein „Commercial Agreement“  mit unbefristeter Laufzeit unterzeichnet. „Wir freuen uns sehr, mit einem der wichtigsten Player im südostasiatischen Raum zu kooperieren“, sagte Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe. Seine Agentur ist in Deutschland die größte inhabergeführte Werbeagentur – der Jahresumsatz lag zuletzt bei 415 Millionen Euro.

Haller lobt die deutsch-japanische Verbindung: „Bereits beim ersten persönlichen Kontakt war die Nähe zu Serviceplan deutlich.“ Vor etwa eineinhalb Jahren haben Hallers Gespräche mit den Managern von Hakuhodo begonnen. Künftig sollen sich zwei Serviceplan-Mitarbeiter um die Allianz kümmern und als eine Art Brückenkopf nach Japan fungieren.

Agenturchef Haller hofft auf zusätzliches Geschäft, das die Partnerschaft mit Japan generieren soll. So konnte beispielsweise der Etat des Versicherers Allianz kürzlich gewonnen werden. Weitere Serviceplan-Kunden, die eine japanische Präsenz wünschen, sind der Töpfe-Hersteller Fissler und die Destinationsmarketingorganisation Wien Tourismus. Im Gegenzug will die Münchener Agentur auch Hakuhodo in Europa unterstützen, etwa bei der Betreuung des japanischen Werbekunden Kao.

Die integrierte Werbe- und Kommunikationsagentur Hakuhodo mit Hauptsitz in Japan wurde 1895 gegründet. Die Kernagentur der Hakuhodo DY Group, Hakuhodo, ist gemäß dem „Agency Report 2018“ von Advertising Age die zwölftgrößte Werbeagentur der Welt.

Die Hakuhodo Group betreibt Geschäftsstellen in 20 Ländern und Regionen und beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter. Die japanische Werbeagentur stärkt seine Struktur in Schwellenländern, insbesondere in Asien. Die „Sei-katsu-sha“-Erkenntnis bildet den Grundstein der Denkweise, Planung und Markenbildung bei Hakuhodo.

Sie erinnert daran, dass Verbraucher mehr als nur Käufer sind, die eine wirtschaftliche Funktion erfüllen. Sie sind Menschen mit eigenen Lebensstilen. Hakuhodo führte diesen Begriff in den 1980ern ein, um sein Engagement für eine umfassende 360-Grad-Sichtweise auf das Leben der Verbraucher zu verdeutlichen.

Die Serviceplan Gruppe, bei der rund 4000 Beschäftigte arbeiten, hat in den vergangenen zehn Jahren ihre internationale Expansion stark vorgetrieben. Zu den deutschen Standorten in München, Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt und Köln kamen Standorte mit Häusern der Kommunikation in Wien, Zürich, Mailand, Brüssel, Dubai, Paris, Lyon, Moskau sowie Madrid hinzu sowie Büros unter anderem in Delhi, Peking, Shanghai und Seoul. Seit Mai 2018 gibt es auch ein Haus der Kommunikation in New York.

Durch die Verbindung mit der Agenturgruppe Unlimited ist die Serviceplan Gruppe auch in Großbritannien vertreten. Auf ein eigenes Haus der Kommunikation in Großbritannien will Haller – vor dem Hintergrund des Brexits – zunächst verzichten. 

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