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Freenet will Dividende aussetzen

Der Mobilfunker will lediglich die Mindestdividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie auszahlen.

(Foto: dpa)

Aktie Mobilfunker Freenet will Dividende wegen Corona aussetzen

Als erstes Mobilfunkunternehmen in Deutschland will Freenet in diesem Jahr die Dividendenzahlung aussetzen. Auch bei anderen Betreibern gibt es Diskussionen um die Zahlung.
04.05.2020 - 18:05 Uhr Kommentieren

Mobilfunkunternehmen sind derzeit gefragt wie selten zuvor. Während der Corona-Pandemie hat die Bedeutung digitaler Kommunikation deutlich zugenommen. Dennoch sehen sich viele Unternehmen vor einer ungewissen Zukunft und fürchten Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Als erster Mobilfunker in Deutschland hat die Firma Freenet AG in der Nacht auf Montag angekündigt, die Dividendenzahlung in diesem Jahr aussetzen zu wollen. Im vergangenen Jahr lag die Dividende bei 1,65 Euro je Aktie. Für die Hauptversammlung am 27. Mai hingegen hat der Vorstand vorgeschlagen, lediglich die Mindestdividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie auszuzahlen.

Das Management des MDax-Unternehmens führte die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Finanzsektor als wichtigsten Grund an. „Die finanzielle Stabilität und Flexibilität der Gruppe soll damit auch bei einer Verschärfung der Situation an den Finanzmärkten erhalten bleiben“, teilte das Unternehmen mit.

Schwierigkeiten könnte dem Unternehmen demnach unter anderem die Refinanzierung von zwei Schuldscheinen in Höhe von 700 Millionen Euro bereiten.

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    Für das erste Quartal wies Freenet einen Rückgang des operative Ergebnis (Ebitda) um 3,7 Prozent auf 104,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent auf 648,8 Millionen Euro.

    Die Zahl der Abonnenten legte um 3,2 Prozent auf 8,43 Millionen Kunden zu. Bei der für Mobilfunkunternehmen besonders wichtigen Größe des Umsatzes je Vertragskunden (Postpaid-ARPU) verzeichnete Freenet einen Rückgang von 18,8 Euro im Vorjahr auf 18,4 Euro für das erste Quartal 2020.

    Diskussionen bei anderen Mobilfunkern

    Auch bei anderen Mobilfunkunternehmen in Deutschland wird über die richtige Höhe der Dividende diskutiert. Netzbetreiber Telefónica hält am 20. Mai als erster Netzbetreiber in Deutschland seine Hauptversammlung virtuell ab.

    Das Management hat die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,17 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das würde rund 510 Millionen Euro der rund 740 Millionen Euro Bilanzgewinn entsprechen, die das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgewiesen hatte.

    Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hatte bereits vergangenen November angekündigt, die Dividende zu kürzen. Nach 0,70 Euro im Vorjahr sollen für das Geschäftsjahr 2019 nur noch 0,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Die Ankündigung kam lange vor dem Ausbruch des Coronavirus.

    Höttges hatte den Schritt unter anderem mit hohen Ausgaben für den Netzausbau begründet. Zudem hatte die Telekom mehr Schulden gemacht als ursprünglich geplant. Für die am 19. Juni geplante Hauptversammlung will das Unternehmen an diesem Vorschlag festhalten.

    „Damit profitieren Telekom Aktionäre von der positiven Entwicklung des Unternehmens“, teilte die Telekom mit. Innerhalb des Unternehmens gibt es nach Handelsblatt-Informationen aber eine Diskussion, ob die Dividende angesichts der unklaren Situation aufgrund der Corona-Pandemie doch noch weiter gekürzt werden sollte.

    Mehr: Telekom-Chef Timotheus Höttges will einen Marktführer bauen – dafür geht er Risiken ein.

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