AMD-Bilanz Aktie von Chiphersteller schießt hoch

Bei der arg gebeutelten Aktie des Chipentwicklers AMD reichen schon ein paar hoffnungsvolle Nachrichten für einen Kurssprung. Der Intel-Konkurrent setzt auf das Geschäft mit Chips für Rechenzentren in China.
Update: 22.04.2016 - 09:25 Uhr
Intel-Konkurrent AMD leidet wie auch der Marktführer unter dem schwächelndem PC-Markt. Das Unternehmen baute sich deswegen ein neues Standbein im Geschäft mit Prozessoren für Spielekonsolen auf. Quelle: AP
AMD

Intel-Konkurrent AMD leidet wie auch der Marktführer unter dem schwächelndem PC-Markt. Das Unternehmen baute sich deswegen ein neues Standbein im Geschäft mit Prozessoren für Spielekonsolen auf.

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SunnyvaleDer Chipkonzern AMD hat das vergangene Quartal mit einem kräftigen Umsatzrückgang und einem Verlust von 109 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Anleger sind dennoch so erleichtert, dass sie die Aktie um über ein Fünftel steigen ließen. Analysten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet. Neue Hoffnung gab den Investoren auch ein Gemeinschaftsunternehmen von AMD in China, das dort Chips für den Server-Markt entwickeln soll. Der Lizenzdeal sei 293 Millionen Dollar schwer, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Im vergangenen Quartal fiel der AMD-Umsatz im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 832 Millionen Dollar (736 Millionen Euro). Der Verlust war im Vorjahresquartal mit 180 Millionen Dollar noch deutlich höher gewesen als zuletzt.

AMD ist ein deutlich kleinerer Konkurrent des Chip-Riesen Intel. Die Firma ist noch stärker als der Marktführer von der Flaute im PC-Markt getroffen worden, hatte zuletzt aber den Zuschlag für die Lieferung von Prozessoren für die Spielekonsolen von Microsoft und Sony bekommen. Auch der Server-Markt biete große Chancen, sagte AMD-Chefin Lisa Su nach Vorlage der Zahlen.

In China sollen zusammen mit lokalen Forschern neue Prozessoren für Rechenzentren entwickelt werden, die das eigene Angebot von AMD ergänzen würden. Die Prozessoren dürften voraussichtlich in China gefertigt werden, auch wenn es keine Bedingung des Abkommens sei. China will nach den Enthüllungen über die Internet-Überwachung durch amerikanische Geheimdienste eigene Prozessoren entwickeln, um von westlichen Lieferungen unabhängig zu sein.

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  • dpa
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