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American Chemical Society und Elsevier Wissenschaftsverlage gehen gegen Researchgate vor

Zwei Wissenschaftsverlage haben Klage gegen das Berliner Forschernetzwerk Researchgate eingereicht. Der Vorwurf lautet auf massenhafte Urheberrechtsverletzung. Zudem seien die Berliner zu keiner Einigung bereit.
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In dem Streit geht es um Millionen von Fachartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, die Researchgate-Nutzer auf ihre Profile in dem sozialen Netzwerk hochgeladen haben. Quelle: dpa
Zeitschriften

In dem Streit geht es um Millionen von Fachartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, die Researchgate-Nutzer auf ihre Profile in dem sozialen Netzwerk hochgeladen haben.

(Foto: dpa)

BerlinWegen des Vorwurfs massenhafter Urheberrechtsverletzungen haben die American Chemical Society und der britisch-niederländische Wissenschaftsverlag Elsevier vor dem Landgericht München Klage gegen das Berliner Forschernetzwerk Researchgate eingereicht. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“ (Ausgabe 12/2017, EVT 16. November). In dem Streit geht es um Millionen von Fachartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, die Researchgate-Nutzer auf ihre Profile in dem sozialen Netzwerk hochgeladen haben, obwohl sie dazu nicht befugt sind.

„Wir sind nicht damit einverstanden, dass Researchgate mit diesen Inhalten Geld verdient“, sagte James Milne, Chef der Journals Publishing Group der American Chemical Society, gegenüber „Capital“. Schließlich sei das Start-up keine Non-Profit-Organisation, sondern ein „hochgradig kommerzielles Unternehmen, hinter dem unglaubliche Mengen an Risikokapital stehen“.

Die größten Medienkonzerne der Welt
Keine Chance für die deutschen Medienkonzerne
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Die größten Medienkonzerne der Welt haben ihren Firmensitz fast ausnahmslos in ein und demselben Land – und es ist nicht Deutschland. Wie ein Ranking des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik zeigt, liegen die deutschen Konzerne aus der Medienbranche abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Am besten schlägt sich da noch der Bertelsmann Konzern aus Gütersloh: Mit knapp 17 Milliarden Euro Jahresumsatz schafft es Bertelsmann auf Platz 15, im Vorjahr lag er noch vier Plätze weiter vorne. Das zweitstärkste deutsche Unternehmen ist der öffentlich-rechtliche Senderverbund ARD auf Platz 30, die Unternehmensgruppe ProsiebenSat.1 folgt auf Rang 48.

Platz 10: Altice Group
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Auf Platz zehn liegt noch nicht das Land, das das Ranking um die größten Medienunternehmen der Welt eigentlich dominiert. Hier liegt in diesem Jahr die niederländische Altice Group. Der börsennotierte Konzern hatte 2016 einen jährlichen Umsatz von 23,5 Milliarden Euro nachweisen können. Damit ist die Altice Group der einzige europäische Vertreter unter den zehn größten Medienunternehmen der Welt.

Platz 9: Facebook Inc.
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Wie erwartet gehört das Imperium um Mark Zuckerberg zu den weltweit größten Medienkonzernen – allerdings nur auf Platz neun im Ranking. Das Unternehmen, dem das soziale Netzwerk Facebook, die Videoplattform Instagram und den Messenger WhatsApp gehört, ist jedoch nur das amerikanische Schlusslicht im Ranking. Und das trotz eines Jahresumsatzes von 25 Milliarden Euro in 2016. Noch mehr Umsatz erzielen konnten fast nur andere amerikanische Firmen. Mit einer Ausnahme auf Platz acht...

Platz 8: Sony Entertainment
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... denn auf Platz acht liegt ein Unternehmen aus Japan – Sony Entertainment. Der Player in der Unterhaltungselektronik konnte im vergangenen Jahr 25,9 Milliarden Euro umsetzen. Für noch mehr Umsatz sorgten 2016 ansonsten nur noch US-amerikanische Firmen.

Platz 7: Charter Communications Inc.
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Charter Communications ist einer der größten Kabelbetreiber der USA. Im Jahr 2016 machte das Unternehmen Schlagzeilen mit der Übernahme von Time Warner Cable. Etwa 25 Staaten versorgt er mit Video-, Daten-, interaktiven und privaten Netzwerkdiensten. 26,2 Milliarden Euro konnte der Konzern 2016 umsetzen. Das macht ihn zum siebtgrößten Medienunternehmen der Welt. Platz sechs hält nur einen vergleichsweise geringen Vorsprung.

Platz 6: Time Warner Inc.
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Der Verkäufer ist trotzdem noch größer: Time Warner steht hinter dem Film- und Fernsehstudio Warner Bros., hinter dem Kürzel seiner Aktie „TWX“ und hinter dem Originalverlag der Superheldencomics Superman und Batman. Der internationale Konzern mit Hauptsitz im New York ist das sechstgrößte Medienunternehmen der Welt. Im vergangenen Jahr konnte Time Warner eine stolze Summe von 26,5 Milliarden Euro Umsatz nennen.

Platz 5: News Corp. & 21st Century Fox
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Es sind zwar mittlerweile zwei eigenständige Firmen, dennoch gehören sie zusammen: Der Zeitungs- und Buchverlag „News Corp.“ und der Film- und Fernsehkonzern „21st Century Fox“. Beide gehören zum Medienreich der amerikanischen Unternehmer Rupert und James Murdoch. Gemeinsam konnten die beiden Unternehmen im Jahr 2016 einen Umsatz von 32,2 Milliarden Euro erzielen und belegen somit Rang fünf im Ranking. Flagschiff des Verlags ist wohl das „Wall Street Journal“, zu „21st Century Fox“ gehört der Fernsehsender „Fox News“´, Amerikas kommerziell erfolgreichstes Nachrichtenprogramm.

Elsevier und die American Chemical Society haben Anfang Oktober gemeinsam mit den Verlagen Wiley, Wolters Kluwer und Brill die „Coalition for Responsible Sharing“ gegründet, um Druck auf Researchgate auszuüben. Die Verlagsallianz hat das Unternehmen aufgefordert, die betroffenen Fachartikel zu entfernen. Immerhin 1,7 Millionen davon hat Researchgate bis Anfang November in einen nicht öffentlichen Modus verschoben. Den Verlagen reicht das nicht, sie stören sich vor allem daran, dass die Berliner zu keiner grundsätzlichen Einigung bereit seien.

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