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An Zukunftsstrategie wird gefeilt Leica hat Digital-Boom verschlafen

Nach dem Wechsel an der Führungsspitze feilt der angeschlagene Kameraherstellers Leica an einer Strategie. „Wir wollen die Sache Schritt für Schritt anpacken und keine Schnellschüsse abgeben“, sagte ein Sprecher des Traditionsunternehmens aus dem mittelhessischen Solms der dpa.

dpa SOLMS. Spätestens bei der Hauptversammlung am 31. Mai werde Josef Spichtig, der seit Montag übergangsweise die Geschäfte führt, ein Konzept vorstellen.

Die „Financial Times Deutschland“ (FTD/Montag) hatte berichtet, Leica stelle seine Sparte für Kompaktkameras auf den Prüfstand, denkbar sei ein Gemeinschaftsunternehmen mit Wettbewerbern. Es werde „einen Fokus auf Leicas Kerngeschäft geben: Systemkameras und Ferngläser“, sagte der Co-Vorstandschef des Großaktionärs Hermès, Patrick Thomas, der Zeitung. Hermès hält knapp ein Drittel an Leica.

Dagegen verlautete aus dem Umfeld Spichtigs, der 61-Jährige wolle das Unternehmen in seiner Gesamtheit weiterführen, also mit den beiden Geschäftsfeldern Fotografie und Sportoptik (Ferngläser und Entfernungsmessgeräte). Kompaktkameras stellen aus Unternehmenssicht keine eigene Sparte dar. „Bei Kompaktkameras bestehen ohnehin schon Kooperationen“, ergänzte der Leica-Sprecher und verwies auf die Zusammenarbeit mit dem japanischen Elektronikhersteller Panasonic bei Digitalkameras. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004/2 005 (31.3.) steuerten Kompaktkameras 13,7 Mill. Euro zum Leica-Gesamtumsatz von 70,6 Mill. Euro bei.

Der Aufsichtsrat der Leica Camera AG hatte den Unternehmensberater Spichtig am Freitag zum Nachfolger von Vorstandschef Ralf Coenen ernannt, dessen Vertrag bis 2008 gelaufen wäre. Der Kamerahersteller leidet etwa unter der verspäteten Einführung von Digitalprodukten. Im vergangenen Geschäftsjahr häuften sich 15,5 Mill. Euro Verluste an.

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