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Analyse Die Schweiz macht vor, wie der 5G-Ausbau richtig geht

Das Nachbarland wird zum Vorbild beim Echtzeitmobilfunk. Nach der erfolgreichen Auktion sollen bis Jahresende die ersten Städte erschlossen werden.
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In der Schweiz sind die ersten 5G-Mobilfunklizenzen versteigert worden. Quelle: dpa
Mobilfunk-Mast im Schweizer Duebendorf

In der Schweiz sind die ersten 5G-Mobilfunklizenzen versteigert worden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Schweiz hat Frequenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G versteigert. Im Gegensatz zu Deutschland lief das Verfahren weitgehend reibungslos ab. Die Mobilfunkunternehmen haben Planungssicherheit und wollen bereits bis zum Jahresende die ersten Städte erschließen. Deutschland ist davon noch weit entfernt.

Aus deutscher Sicht wirkt der Ablauf bei den Eidgenossen geradezu märchenhaft einfach. Mit rund 380 Millionen Franken, umgerechnet rund 335 Millionen Euro, blieben die Ausgaben der Mobilfunkbetreiber moderat. Damit fehlt ihnen kein Geld, um den Netzausbau schnell voranzutreiben.

Entsprechend vollmundige Ankündigungen machen die Mobilfunkunternehmen. „Swisscom plant 5G so schnell als möglich live zu schalten und bis Ende des Jahres in 60 Städten und Gemeinden punktuell zur Verfügung zu stellen“, kündigte der Schweizer Branchenprimus an. Swisscom erwartet, dass schon in den nächsten Monaten die ersten 5G-Endgeräte in der Schweiz verfügbar sind.

Für die Branchenmesse Mobile World Congress, die Ende Februar in Barcelona stattfindet, hatten fast alle internationale Smartphone-Hersteller erste Modelle für 5G angekündigt.

Die Schweizer zeigen auf, wie sich der Aufbau eines 5G-Netzes gut vorbereiten lässt. Die eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hatte den Rahmen gesetzt. Sie hatte alles organisiert. Die Politik hatte sich wenig in das Verfahren eingeschaltet.

Wie in Deutschland waren drei etablierte Mobilfunkbetreiber zu dem Verfahren angetreten: Salt, Sunrise und Swisscom. Zudem hatte sich ein vierter Herausforderer zur Auktion angemeldet: Dense Air Ltd. Am Ende konnten die Etablierten durchsetzen – Dense Air ging leer aus.

Und in Deutschland? Eigentlich sollte das Bieterverfahren in der zweiten Märzhälfte von der Bundesnetzagentur organisiert werden. Doch der Netzbetreiber Telefónica hat mit einem Eilantrag gegen die Auktion geklagt. Jetzt muss das Verwaltungsgericht in Köln entscheiden, wie weiter vorgegangen wird. Noch ist völlig unklar, ob eine Auktion Ende März noch möglich ist.

Doch die Probleme gehen noch weiter. Nahezu die gesamte Mobilfunkbranche in Deutschland klagt gegen das Verfahren. Alle sind unglücklich.

Es ist zwar nicht das erste Mal, dass sich Firmen juristisch gegen die Bedingungen für die Vergabe von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland wehren. Doch bislang hat die Bundesnetzagentur alle Verfahren gewonnen.

Doch dieses Mal ist alles offen. Denn bis zum Schluss hatte die Politik Druck auf die Behörde ausgeübt. Die Beamten wurden dazu gedrängt, weitreichende Ausbauverpflichtungen zur Bedingungen für die Vergabe zu machen. Genau diese Vorgaben könnten die Auktion jetzt angreifbar machen.

Während die Schweizer den Sprung in die nächste Mobilfunkgeneration vorbereiten, ist in Deutschland noch völlig unklar, wann überhaupt die Frequenzen vergeben werden könnten.

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