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Angeschlagener TV-Produzent Loewe findet Partner in China

Lichtblick im Überlebenskampf. Der fränkische Fernseher-Hersteller Loewe schmiedet eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Konzern Hisense. Doch ob die Chinesen der erhoffte Retter sind, bleibt offen.
31.07.2013 Update: 31.07.2013 - 10:39 Uhr 3 Kommentare

Hauptversammlung bei Loewe

München Der ums Überleben kämpfende Fernseher-Hersteller Loewe hat Hilfe in China gefunden. Der fränkische Konzern vereinbarte mit dem Hersteller Hisense International eine strategische Partnerschaft. Wie Loewe am Mittwoch mitteilte, unterzeichneten die beiden Firmen ein weitgehendes Kooperationsabkommen. Ziel sei es, Synergien bei Einkauf, Produktion, Entwicklung und Vertrieb zu nutzen.

Loewe wolle durch die Partnerschaft mit dem führenden chinesischen Hersteller für Consumer Electronic günstigere Produkte anbieten. Die Chinesen erhoffen sich dagegen mehr Geschäft in Westeuropa. An der Börse schossen die Loewe-Aktien um mehr als 30 Prozent auf 2,30 Euro in die Höhe.

Loewe mit Sitz im fränkischen Kronach steht seit 17. Juli unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Der Schutzschirm, der eine Sanierung in Eigenregie ermöglichen soll, kann laut Gesetz maximal drei Monate aufrechterhalten werden. In dieser Zeit muss die Gesellschaft frisches Kapital auftreiben. Sonst droht die Insolvenz. Zu einem möglichen Geldgeber teilte Loewe zunächst nichts mit. Es wurde erwartet, dass Vorstandschef Matthias Harsch auf der Hauptversammlung seinen Rettungsplan erläutert.

Die Partnerschaft mit Hisense soll es Loewe nach Darstellung des Unternehmens ermöglichen, auch im preisgünstigeren Einstiegssegment Geräte mit neuester Technologie anzubieten. Damit entstünden neben dem Fachhandel als bisher wichtigstem Vertriebspartner neue Chancen in den Flächenmärkten im In- und Ausland, hieß es. Hisense werde Loewe dauerhaften Zugang zur neuen TV-Panel-Technologie ermöglichen und dem deutschen Unternehmen den chinesischen Markt öffnen. Hisense könne im Gegenzug das Vertriebsnetz von Loewe in Westeuropa nutzen.

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    Der Umsatz von Loewe sank binnen fünf Jahren von 374 auf 250 Millionen Euro, das Unternehmen rutschte tief in die roten Zahlen. Da die Verluste zuletzt die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt hatten, war die Hauptversammlung notwendig geworden. Das Schutzschirmverfahren, so hofft Harsch, soll das Unternehmen von Ballast - wie etwa Pensionsrückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten - befreien und so attraktiv für einen Investor machen.

    • rtr
    • dpa
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    3 Kommentare zu "Angeschlagener TV-Produzent: Loewe findet Partner in China"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Da ich für ein "Hisense" product keine € 3000 mehr hinblättere !

    • Hallo Frankje, mich würde interessieren warum Sie denken, dass es dann "kein Loewe" mehr sei...?

    • Für mich kein Loewe mehr !

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