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Angestrebte Übernahmen US-Behörde gibt grünes Licht für neuen Kabelriesen

Charter Communications erhält grünes Licht vom US-Justizministerium und darf sich damit um eine Übernahme des Rivalen Time Warner Cable bemühen. Auch der Kauf eines weiteren Unternehmens wird dem Medienkonzern genehmigt.
26.04.2016 - 01:13 Uhr
Sollte Charter Communication den Rivalen Time Warner Cable sowie den Kabelanbieter Bright House Networks kaufen, wird Charter zum zweigrößten Internetanbieter der USA Quelle: AP
Charter Communications

Sollte Charter Communication den Rivalen Time Warner Cable sowie den Kabelanbieter Bright House Networks kaufen, wird Charter zum zweigrößten Internetanbieter der USA

(Foto: AP)

New York In den USA drängt ein neuer Kabelriese auf den Markt: Das Justizministerium hat am Montag grünes Licht für das Buhlen des Medienkonzerns Charter Communications um eine Übernahme seines größeren Rivalen Time Warner Cable gegeben. Zudem darf Charter den Kabelanbieter Bright House Networks kaufen. Der Gesamtdeal hat einen Umfang von 67 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro).

Mit den Zukäufen wird Charter zum zweigrößten Internetanbieter der USA, Platzhirsch ist nach wie vor Comcast. Auf dem Online-Videomarkt wäre der neue Kabelriese hinter Comcast und AT&T die Nummer 3.

Allerdings geht die Billigung des Justizministeriums mit Auflagen für Charter einher, durch die vor allem der Wettbewerb um Online-Dienste geschützt werden soll. Zudem dürfte die Kartellbehörde FCC dem Konzern verbieten, Kunden für ein größeres Datenvolumen einen Aufpreis abzuverlangen. Die kalifornische Regulierungsbehörde muss außerdem zustimmen, ehe der Deal unter Dach und Fach ist. Mit einer Billigung wird im Mai gerechnet.

Zuletzt war eine geplante Übernahme von Time Warner Cable durch Comcast am Widerstand der Kartellwächter gescheitert. Lobbygruppen protestierten zudem mit dem Argument, dass Industriekonsolidierung zu höheren Preisen führe und Großkonzerne ihre Online-Video-Rivalen aushebeln könnten.

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    Bei Charter gab es diesmal weniger Gegenwind, da das Unternehmen aus Sicht von Beobachtern trotz der Zukäufe immer noch kleiner als Comcast wäre. Zudem hat Charter als Konsequenz aus der Schlappe des größeren Rivalen mehrere Schritte angekündigt, um Bedenken zu zerstreuen.

    • ap
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