Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Angriff auf Google Microsoft will in Android-Spezialisten investieren

Android wird bisher meist mit Google in Verbindung gebracht. Aber nicht nur in China werden Millionen Android-Geräte ohne Dienste des Internet-Riesen verkauft. Nun soll Googles Vormachtstellung gekippt werden.
Kommentieren
Microsoft ist ein Erzrivale von Google und versucht seit Jahren, mit seinem Windows-System auch auf Smartphones und Tablets Fuß zu fassen. Quelle: dpa
Microsoft

Microsoft ist ein Erzrivale von Google und versucht seit Jahren, mit seinem Windows-System auch auf Smartphones und Tablets Fuß zu fassen.

(Foto: dpa)

New YorkDieser Deal könnte die Kontrolle von Google über das Betriebssystem Android schwächen: Microsoft prüft laut Medienberichten einen Einstieg beim Software-Entwickler Cyanogen. Das Startup hat sich auf die Fahnen geschrieben, „Android Google wegzunehmen“. Cyanogen entwickelt Android-Versionen, die ohne Google-Dienste wie GMail, Maps oder die App-Plattform Play Store auskommen.

Microsoft wolle sich an einer rund 70 Millionen Dollar schweren Finanzierungrunde von Cyanogen beteiligen, berichtete das „Wall Street Journal“ am späten Donnerstag. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg geht es dabei auch die Entwicklung einer Android-Version, die „aufgeschlossener für Microsoft-Dienste“ wäre.

Das von Google entwickelte Mobil-Betriebssystem Android ist grundsätzlich quelloffen und kostenlos. Es kann deshalb von allen Geräteherstellern genutzt und weiterentwickelt werden. Wenn sie jedoch den Zugang zu Google-Diensten anbieten wollen, werden Gebühren an den Internet-Konzern fällig. Zudem kann man die Google-Services nicht einzeln einschließen, sondern nur als Gesamtpaket buchen.

Android dominiert den Smartphone-Absatz mit einem Marktanteil bei 80 Prozent. Vor allem in China, wo Google nicht aktiv ist, werden die meisten Android-Telefone aber ohne Dienste des Internet-Konzerns verkauft. Auch der weltgrößte Online-Händler Amazon setzt bei seinen Kindle-Tablets und dem Smartphone Fire Phone auf eine angepasste Android-Version ohne Google-Dienste.

35 Prozent der Android-Geräte kommen ohne Google aus

So sieht das neue Windows 10 aus
52399280
1 von 8

Auf 8 folgt 10: Microsoft überspringt bei der Benennung seines Betriebssystems Windows eine Nummer. Damit wolle der Konzern den großen Entwicklungssprung verdeutlichen, sagte Microsoft-Manager Joe Belfiore bei der Präsentation.

(Foto: dpa - picture alliance)
52399296
2 von 8

Windows 10 bekommt ein Startmenü, wie es Nutzer von Windows 7 kennen. Daran docken sich die aus Windows 8 bekannten Apps mit ihren rechteckigen Kacheln an. Sie aktualisieren sich selbständig und zeigen etwa neue E-Mails, Nachrichten oder das aktuelle Wetter an.

(Foto: dpa - picture alliance)
52399287
3 von 8

Ein Betriebssystem für alle: Der Kern von Windows 10 soll nicht nur auf PCs laufen, sondern auch auf Tablets, Smartphones und der Xbox. Die Benutzeroberfläche wird an das jeweilige Gerät angepasst. Die finale Version werde Mitte 2015 erscheinen, sagte Microsoft-Manager Terry Myerson.

(Foto: dpa - picture alliance)
52399295
4 von 8

Apps aus dem Windows Store werden künftig in Fenstern auf dem Desktop geöffnet – nicht auf der Kacheloberfläche, wie es in Windows 8 der Fall ist. Die zwei unterschiedlichen Oberflächen sorgen derzeit bei vielen Nutzern für Verwirrung. Die App-Fenster lassen sich verschieben, größer oder kleiner machen und mit einem Klick minimieren oder schließen.

(Foto: dpa - picture alliance)
52399297
5 von 8

Mit einem Klick bekommen Nutzer einen Überblick, welche Anwendungen gerade laufen – ähnlich wie man es beispielsweise von iPhone und iPad kennt.

(Foto: dpa - picture alliance)
Win10_09-30keepOrganized_Web
6 von 8

Eine Übersicht für die Arbeit, einer für Spiele, einer für private Bankgeschäfte: Mit Windows 10 können Nutzer mehrere Desktops einrichten und ohne großen Aufwand dazwischen hin- und herschalten.

(Foto: )
Win10_09-30snapImprovements_Web
7 von 8

Tabellen oder Grafiken? Wenn man ein Programmfenster verkleinert, schlägt die Snap-Funktion passende Programme vor, die man daneben öffnen kann.

(Foto: )

Cyanogen-Chef Kit McMaster schätzte jüngst, dass aktuell mehr als 35 Prozent der Android-Geräte ohne Google auskämen. Er erwarte, dass der Anteil mit der Zeit auf über 50 Prozent steigen werde, sagte McMaster in einer Talk-Runde des Technologieblogs „The Information“. Cyanogen beliefert bisher einige kleinere Hersteller wie OnePlus und hat nach eigenen Schätzungen rund 50 Millionen Nutzer.

Cyanogen könne in der Finanzierungsrunde insgesamt mit 500 Millionen Dollar bewertet werden, schrieb Bloomberg. Die Bewertung entscheidet darüber, welchen Anteil an dem Unternehmen die Investoren für ihr Geld bekommen.

Microsoft ist ein Erzrivale von Google und versucht seit Jahren, mit seinem Windows-System auch auf Smartphones und Tablets Fuß zu fassen. Bisher reichte es nur für Marktanteile im einstelligen Prozentbereich. Der neue Chef Satya Nadella rief allerdings die Strategie aus, verstärkt Microsoft-Dienste auch auf Apples iPhones und iPads sowie Android-Geräten zu etablieren.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Angriff auf Google - Microsoft will in Android-Spezialisten investieren

0 Kommentare zu "Angriff auf Google: Microsoft will in Android-Spezialisten investieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.