Anteile Investor steigt bei israelischer Zeitung ein

Der russische Magnat Leonid Newslin erwirbt 20 Prozent von „Haaretz“ für 28 Millionen Euro. Einen weiteren Anteil an der israelischen Zeitung besitzt die Kölner Verlagsgruppe DuMont Schauberg.
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Israelische und palästinensische Zeitungen. Quelle: ap

Israelische und palästinensische Zeitungen.

(Foto: ap)

JerusalemDer russische Magnat Leonid Newslin hat für 140 Millionen Schekel (28 Millionen Euro) 20 Prozent an der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ erworben. Damit hält die Familie Schocken, die das Blatt einst gründete, noch 60 Prozent. Einen weiteren Anteil besitzt die Kölner Verlagsgruppe DuMont Schauberg, die vor fünf Jahren bei „Haaretz“ eingestiegen war. Das Geld Newslins solle für „neue technologische Möglichkeiten“ verwendet werden, teilte „Haaretz“ am Sonntag mit, ohne genauere Einzelheiten zu nennen.

Newslin war 2003 nach Israel eingewandert, nachdem die russische Regierung begonnen hatte, gegen den Ölkonzern Jukos und dessen Chef Michail Chodorkowski vorzugehen. Newslin war einer der Hauptaktionäre des Unternehmens. 2008 wurde er in Russland wegen Mordverschwörung verurteilt. Israel betrachtet den Beweis dafür als unzulässig und lehnte einen Auslieferungsantrag Moskaus ab.

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