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Apple-Chef Cook „Riesige Überreaktion“ der Wall Street

Die Apple-Aktie fällt und fällt. Konzernchef Tim Cook sieht aber keinen Grund zur Besorgnis. Um die Wogen zu glätten, gibt Cook ein Interview in einer amerikanischen TV-Sendung - und zeigt sich trotzig.
Update: 03.05.2016 - 08:43 Uhr

Apple-Chef nach heftigen Kursverlusten: „Überreaktion“ der Wall Street

New YorkNach der längsten Talfahrt der Apple-Aktie seit 1998 versucht Konzernchef Tim Cook, mit einem Fernsehinterview die Stimmung zu drehen. „Ich denke, es ist eine riesige Überreaktion“, sagte Cook am späten Montag in der Sendung „Mad Money“ des US-Börsenkommentators Jim Cramer.

Die Apple-Aktie fiel inzwischen an acht Handelstagen in Folge, das hatte es seit rund 18 Jahren nicht gegeben. Zuletzt sorgten dafür Zahlen mit dem ersten Umsatzrückgang seit 2003 sowie der Ausstieg des Milliardärs Carl Icahn unter Hinweis auf Risiken in China. Mit der Talfahrt verlor das Unternehmen fast 74 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Cook räumte ein, dass Kunden langsamer auf neue iPhone-Modelle umstiegen als beim Start der deutlich größeren Geräte vor einem Jahr. Insgesamt zeigte er sich aber trotzig: Rund zehn Milliarden Dollar Quartalsgewinn sei „mehr als jedes anderes Unternehmen macht“.

Cook widersprach der Vermutung, dass Apples Fokus auf Hochpreis-Modelle mit der Sättigung der westlichen Smartphone-Märkte und dem Wachstum aus Schwellen- und Entwicklungsmärkten zum Problem werde. Das sei auch von China behauptet worden - wo der Konzern inzwischen ein Viertel seines Geschäfts macht. In jedem Land gebe es eine Schicht, die Apple ansprechen könne. In China werde die Mittelschicht in fünf Jahren auf 500 Millionen Menschen anwachsen. Außerdem seien dort zuletzt 40 Prozent der iPhones als Ersatz für Smartphones mit dem Google-System Android gekauft worden. „Der Markt muss nicht gewaltig wachsen, damit Apple wächst.“

Er sehe große Chancen in Indien, betonte Cook. Dort beginne erst der Aufbau der LTE-Netze für schnelle Datenverbindungen und auch die Schicht junger Menschen, die Geld für ein iPhone hätten, wachse. In Indien sind derzeit noch vor allem günstige Computer-Telefone gefragt.

Der lange Weg zur Ikone
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Die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak bauen in einer Garage die ersten Apple-Computer. Die Geräte, die sie für 666,66 Dollar verkaufen, bestehen nur aus der Hauptplatine, ohne Gehäuse oder Tastatur. Mit Apple beginnt die Ära der Personal Computer, während meist noch Großrechner verwendet werden.

(Foto: AP)
1977
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Mit dem Apple II bringt das Unternehmen einen fertigen PC im Plastikgehäuse und mit einer Farbgrafikkarte auf den Markt, der sich bis 1993 über zwei Millionen Mal verkaufte. 1980 geht Apple an die Börse.

(Foto: Imago)
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Jobs, hier mit dem damaligen Apple-Präsidenten John Sculley (rechts), stellt den Macintosh-Computer vor, mit dem eine grafische Benutzeroberfläche und die Bedienung per Maus populär werden.

(Foto: dpa)
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Jobs wird in einem Machtkampf aus dem Unternehmen gedrängt. Er gründet danach die Computer Firma Next und führt das Animations-Studio Pixar.

(Foto: dapd)
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Apple bringt seinen ersten erfolgreichen Laptop auf den Markt, das PowerBook 100.

(Foto: Imago)
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Der PDA Apple Newton wird vorgestellt, verkauft sich aber nur schlecht, weil viele der visionären Konzepte wie die Handschriftenerkennung in der Praxis nur mäßig funktionieren

(Foto: dpa)
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Apple steht finanziell mit dem Rücken zur Wand und holt Jobs zurück. Mit dem Kauf von Next für über 400 Millionen Dollar wird das bei Next entwickelte Betriebssystem zur Grundlage des Mac-Systems OS X, dass heute noch eingesetzt wird.

(Foto: AP)

Cook verteidigte in dem Interview auch die Computer-Uhr Apple Watch, der Beobachter oft unterstellen, nicht so erfolgreich wie das iPhone zu sein. „In einigen Jahren werden die Leute sagen: Wie konnte ich nicht wollen, diese Uhr zu tragen“, prophezeite Cook. Apple sei bei der Uhr im „Lernmodus“. Der Konzern wurde laut Analysten auf Anhieb zum Marktführer im Smartwatch-Geschäft - aber die Aussichten für die Produktkategorie werden oft angezweifelt.

Insgesamt versprach Cook abermals spannende Innovationen für die Zukunft: „Wir werden Ihnen Dinge geben, ohne die Sie nicht leben können, von denen Sie heute noch nicht wissen, dass Sie sie brauchen.“

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  • dpa
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