Apple Ein Konzern hängt an der iPhone-Nadel

Bei Apple stockt das Wachstum. Der bisher so erfolgsverwöhnte Konzern braucht dringend weitere Erlösquellen neben seinem Bestseller, dem iPhone. Zeit für Tim Cook, kreativ zu werden. Ein Kommentar.
Die schwächelnde Konjunktur in China könnte für Apple gefährlich werden. Quelle: Reuters
iPhone-Besitzer in China

Die schwächelnde Konjunktur in China könnte für Apple gefährlich werden.

(Foto: Reuters)

San FranciscoTim Cook fabuliert gern darüber, wie Apple die Realität mit neuen Technologien verändern wird. Weniger gesprächig zeigt sich der Konzernchef hingegen, wenn er selbst von der Realität eingeholt wird. So wie derzeit, wo Apples sagenhaftes Wachstum ins Stocken geraten ist. Der Kurs ist in den vergangenen Monaten drastisch gefallen, die Firma verlor mehr als 200 Milliarden Dollar an Wert.

Cook muss die Strategie des Konzerns neu justieren, damit Apple innovativ bleibt. Wie dringend das ist, zeigt ein Blick in die Bilanzen. Noch fährt das Unternehmen mit einem Quartalsgewinn von 18,4 Milliarden Dollar verlässlich den historischen Rekordwert ein. Nach wie vor ist es mit einem Marktwert in Höhe von 562 Milliarden Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt.

Britta Weddeling ist Korrespondentin im Silicon Valley. Quelle:
Die Autorin

Britta Weddeling ist Korrespondentin im Silicon Valley.

Doch dieser Status ist gefährdet. Für die Zukunft rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Cooks Prognose liegt bei 50 bis 53 Milliarden Dollar und damit weit unter dem Vorjahreswert von 58 Milliarden Dollar. Der Apple-Chef erklärt die Entwicklung mit den turbulenten Märkten. Sicher, die Wall Street schaut derzeit ziemlich nervös auf die Kurse der Tech-Firmen. Apple ist nicht der einzige Verlierer der derzeitigen Marktkorrektur.

Aber Apples eigentliches Problem liegt woanders. Die Firma hat sich in eine gefährliche Abhängigkeit gebracht. Inzwischen hängen zwei Drittel der Umsätze am iPhone. Solange die Nachfrage hoch ist, wie im vergangenen Jahr, wo die Verkäufe um 52 Prozent stiegen, ist das kein Problem. Anders hingegen, wenn das Wachstum schwächelt, so wie derzeit in China. Dort verkauft der Konzern besonders viele der formschönen Geräte.

2015 wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt so langsam wie zuletzt vor 25 Jahren. Umso schlimmer, dass neue Bestseller neben dem iPhone erstmal nicht in Sicht sind. Die Tablet-Verkäufe fielen vergangenes Quartal um 21 Prozent, die des Mac-Rechners um drei Prozent. Und konkrete Zahlen zum neuen Produkt, der Apple Watch, gibt Cook bislang wohlweißlich nicht preis. Doch die Uhr tickt.

Nicht zuletzt zeigt Apples aktuelle Misere auch die Schattenseite einer ganzen Branche, in der Nutzer immer öfter nach neuen Geräten verlangen und Firmen Mühe haben, dem Anspruch zu genügen. Das iPhone 6S war kaum mehr als eine Zwischenlösung mit wenig neuen Features im Vergleich zum Vorgängermodell. Es ist gerade ein paar Monate alt, da kündigt sich bereits das iPhone 7 an. Vielleicht sollte Apple künftig auf Übergangsmodelle verzichten. Weniger ist ja manchmal mehr.

Das sind die beliebtesten Marken Deutschlands
Gerolsteiner, der Gewinner der Kategorie Alkoholfreie Getränke
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Das Marktforschungsunternehmen Yougov hat die „Marke des Jahres 2015“ in Deutschland gekürt. Dafür befragten die Datensammler ein Jahr lang Kunden verschiedener Altersgruppen: Zwischen September 2014 und August 2015 führten sie dafür mit mehr mehr als 700.000 Konsumenten Online-Interviews im Rahmen des täglichen Markenmonitors. Das Ranking „Brandindex“ basiere nach Angaben des Instituts ausschließlich auf der Wahrnehmung von Kunden, nicht auf der von Markenexperten. Auf Platz eins in der Kategorie „alkoholfreie Getränke“ hat es Gerolsteiner geschafft. Mit etwa 770 Mitarbeitern und einem Umsatz von 235,3 Millionen Euro im Jahr 2014 gehört das Unternehmen zu den größten der Region Trier. Im Vergleich zur letzten Umfrage hat der Getränkehersteller seinen Vorsprung als Marke sogar noch ausbauen können. Auf Platz zwei dieser Kategorie landete Soft-Drink-Riese Coca-Cola, auf den weiteren Rängen folgen Selters, Schweppes und Volvic.

Michelin, der Gewinner der Kategorie Autozubehör und -services
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In der Kategorie Autozubehör und -services liegt das französische Unternehmen Michelin ganz vorne. Der Konzern beschäftigt weltweit 113.400 Mitarbeiter und hat in mehr als 170 Ländern Vertriebsorganisationen. Dahinter liegen weitere Reifenhersteller, wie etwa Continental, Goodyear, Bridgestone und Dunlop. In 26 Einzelkategorien teilt sich das Markenranking von Yougov: Von A wie Alkoholfreie Getränke bis V wie Versicherungen.

ING DiBa, die Gewinnerin der Kategorie Banken
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Die ING DiBa liegt bei den Banken ganz vorne in der Gunst der Befragten, dahinter folgt die Sparkasse auf Platz zwei. Dahinter liegt die Volks- und Raiffeisenbank, die Sparda-Bank und die DKB.

Ikea, der Gewinner der Kategorie Bauen und Einrichten
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Der schwedische Möbelriese Ikea belegt Platz eins in der Kategorie Bauen und Einrichten. Am 13. August 2015 eröffnete Ikea im pfälzischen Kaiserslautern sein 50. Einrichtungshaus in Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen Dehner, Obi, Bauhaus und Hornbach.

Krombacher, der Gewinner der Kategorie Biere
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Krombacher gewinnt in der Kategorie Biere. Das 1803 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit 866 Mitarbeiter. Dahinter folgen in der Gunst der Befragten Erdinger, Beck's, Radeberger und Warsteiner.

Samsung, der Gewinner der Kategorie Consumer Electronics
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Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung räumt in der Kategorie Consumer Electronics ab. Im Jahr 2014 machte der Konzern einen Umsatz von 305 Milliarden US-Dollar. Auf den weiteren Plätzen landen Sony, Bose, Canon und Philips.

Firefox, der Gewinner der Kategorie Software und Cloud Services
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Firefox ist die beliebteste Marke in der Kategorie Software. In Deutschland ist Firefox seit Jahren der meistgenutzte Webbrowser. Der Marktanteil lag im Mai diesen Jahres bei 41 Prozent. Erst dahinter folgen in der Umfrage andere Browser-Hersteller mit folgenden Produkten: Googles Android, Windows, Microsoft und Microsoft Office.

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