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Apple-Keynote Gute Software, schlechte Software

In seiner Keynote doziert Apple-Chef Tim Cook über Datenschutz und Ökologie. Innovative Produkte sind hingegen erst einmal nicht in Sicht. Das ist eine recht kurzfristige Strategie. Eine Einordnung.
1 Kommentar

iPhone SE: Klein, aber oho

San FranciscoUm Tim Cook zu verstehen, müssen Analysten einen Blick ins Regal der amerikanischen Biomarkt-Kette Whole Foods werfen. Dort können Kunden ein Getränk namens „Kale Yeah” erwerben. Das Getränk besteht laut Packungsbeilage nur aus Wasser mit ein wenig Grünkohl-, Ananas - und Selleriegeschmack. Doch tut dies dem Wert keinen Abbruch. Der Liter kostet stolze 10,99 Dollar.

Rational lässt sich das schwer erklären. Eher schon mit dem wohlig-wolkigen Gefühl, das Erwerb und Konsum in der Magengrube des ökobewussten Kunden hervorrufen. Ein bisschen so ist es doch auch mit Apple-Produkten, muss sich Cook da gedacht haben, als er die Präsentation der Frühjahrs-Keynote vorbereitete.

Dieses Jahr nämlich warteten die Apple-Jünger vergeblich auf neue Spielzeuge und technische Sensationen. Cook servierte dem Publikum stattdessen ein Soufflé warmer Worte, die vor allem suggerierten, mit dem Kauf eines Apple-Produktes sei der Verfall der guten Sitten quasi aufzuhalten.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir eine Verantwortung haben, die Daten und die Privatsphäre der Nutzer zu schützen”, sagte der 55-Jährige auf der Bühne. „Wir alle zusammen müssen entscheiden, wieviel Macht die Regierung über unsere Daten haben soll.” Die Bemerkung zielte Richtung FBI, mit dem der Konzern seit Wochen streitet. Apple soll nach dem Willen der Behörde die Sicherheit seiner iOS-Software gezielt schwächen, um den Behörden den Zugriff auf Daten zu erleichtern.

Dass er die Botschaft erneut ans Publikum brachte, ist kein Zufall. Eigentlich sollten sich Apple und die Regierung am Dienstag zum nächsten Schlagabtausch vor dem District Court im kalifornischen Riverside treffen. Wenige Stunden nach der Rede wurde der Termin jedoch verschoben.

Grund dafür war allerdings nicht Cooks Rede, sondern ein Statement des FBI. Demnach will die Behörde mit Hilfe Dritter womöglich einen eigenen Weg ins iPhone gefunden haben, weshalb die zuständige Richterin Aufschub gewährte.

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1 Kommentar zu "Apple-Keynote: Gute Software, schlechte Software"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Naja, fairerweise muß man sagen, daß die gestrige Veranstaltung das kleine Apple-Event ist, die große Veranstaltung ist im September.

    Allerdings ist es so, daß außer dem Rohrkrepierer Apple Watch in den letzten Jahren keine wirklich innovativen Neuerungen vorgestellt wurden.

    Cook verwaltet das Unternehmen nur noch. Die Produkte werden weiterentwickelt, die Produktpalette verbreitert, segmentiert und diversifiziert. Aber die Zeiten der großen Innovationen sind seit Jobs Tod vorbei

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