Apple-Rivale Auch Samsung spürt die Smartphone-Flaute

Der härtere Wettbewerb bei Smartphones und Preisstürze bei Speicherchips haben den Gewinn von Samsung geschmälert. Für das erste Quartal erwartet der Konzern eine schwächere Nachfrage nach Smartphones und Tablets.
Update: 28.01.2016 - 10:38 Uhr
Der Smartphone-Gigant fürchtet einen Gewinnrückgang. Quelle: AFP
Samsung-Werbung in Seoul

Der Smartphone-Gigant fürchtet einen Gewinnrückgang.

(Foto: AFP)

SeoulDer härtere Wettbewerb bei Smartphones und der Preisverfall bei Speicherchips haben den Gewinn von Marktführer Samsung im vierten Quartal 2015 deutlich geschmälert. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 3,22 Billionen Won (2,44 Milliarden Euro), wie das führende südkoreanische Technologieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Auch im gesamten Jahr fiel der Gewinn des größten Herstellers von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern - von 23,39 Billionen Won 2014 auf 19,06 Billionen Won (14,5 Milliarden Euro). Mit Blick auf 2016 warnt der Rivale von iPhone-Produzent Apple vor einem schwächeren Geschäft.

Samsung profitiert angesichts wachsender Konkurrenz vor allem nicht mehr so stark wie bisher vom Smartphone-Boom. 2016 werde es „infolge eines schwierigen Geschäftsumfelds und einer schwächeren IT-Nachfrage“ schwierig, das Gewinn-Niveau zu halten, hieß es. Der Wettbewerb werde intensiver. Dennoch erwarte man bei Smartphones und Tablet-Computern einen einstelligen Zuwachs.

Im vierten Quartal sei der Smartphone-Absatz im Vergleich zum Quartal davor wegen einer Bereinigung der Lagerbestände leicht zurückgegangen. Zudem habe sich der Anteil der Produkte im mittleren und unteren Preisbereich erhöht, was zu einem geringeren Umsatz geführt habe, hieß es weiter.

Im Markt für Massenprodukte tobt ein Preiskampf. Dort stellen vor allem billige Modelle chinesischer Marken die Südkoreaner vor Probleme. Im oberen Preissegment ist Apple nach wie vor schärfster Konkurrent.

Im Ende Dezember abgelaufenen Quartal habe Samsung mit 81,3 Millionen verkauften Smartphones noch vor Apple gelegen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Marktforscher Strategy Analytics. Damit habe Samsung einen führenden Marktanteil von 20,1 Prozent gehabt.

Living on the edge
Werbung fürs Galaxy S6
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Bei den Smartphones der Galaxy-Reihe handelt es sich um die Flaggschiffe von Samsung. Mit dem S6 wollen die Koreaner jetzt wieder das iPhone angreifen – mit allen Ecken und Kanten. Hier kommt das Modell Edge ins Spiel...

Links wie rechts
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Mit der abfallenden Display-Kante hatte Samsung schon zuvor experimentiert, beim S6 Edge (oben rechts) kommt sie beidseitig. Der Nutzen? Bisher überschaubar. Aber da kann ja noch was nachkommen. Alternativ gibt es das S6 ohne Kanten.

Klare Kante gezeigt
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Die abgerundeten Kanten im Detail. Bisher nutzen jedoch nur wenige Apps die technischen Möglichkeiten. So gibt es RSS-Feeds und spezielle Funktionen für Benachrichtigungen.

Schnell wie der Wind
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Das Edge fühlt sich marginal glatter an als das normale S6. Technisch klotzen beide Geräte mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher und acht Prozessorkernen. Das macht die Bedienung rasant.

Inspiration gesucht
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Beim S6 ist unter anderem der Kopfhöreranschluss an die Unterseite gewandert. Dafür ist das Galaxy nicht mehr wasserdicht. Auch wenn das neue Gehäuse erstmals aus Aluminium und Glas besteht.

Samsung-Manager JK Shin präsentiert das Gerät
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Auch wenn Samsung das Design von grundauf erneuert hat, ist die Verwandtschaft zu den früheren Generationen noch klar zu erkennen.

Hingucker
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Das Edge springt auf jeden Fall ins Auge. Und ist mit seinem Ultra-HD-Display in jeder Hinsicht ein Hingucker. Auch die Kamera braucht sich vor der Konkurrenz, namentlich Sony, nicht zu verstecken. Ob man für die noch nicht sonderlich üppigen Extraleistungen im Vergleich zum normalen S6 einen Aufpreis von rund 100 Euro in Kauf nimmt, muss man letztlich selbst entscheiden.

Apple-Chef Tim Cook hatte am Vortag einen sinkenden iPhone-Absatz im laufenden Quartal vorausgesagt. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft verzeichnete der Konzern noch ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf 76,8 Millionen Geräte. Im Gegensatz zu Samsung legte Apple für das Weihnachtsquartal bei Umsatz und Gewinn noch Rekordzahlen vor.

Neben negativen Währungseinflüssen machte Samsung auch die fallenden Preise für Chips und Flüssigkristall-Anzeiger (LCD) für den Gewinnrückgang verantwortlich. So seien DRAM-Speicher infolge einer schwächeren Nachfrage bei PCs gefallen. In der Sparte Halbleiter vermeldete das Unternehmen einen Rückgang des operativen Gewinns um 25 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal - was aber geringfügig höher war als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz von Samsung stieg im vierten Quartal 2015 um 1,1 Prozent auf 53,3 Billionen Won. Im Gesamtjahr fielen die Umsatzerlöse jedoch um 2,7 Prozent auf 200,65 Billionen Won.

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  • dpa
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