Apple, Samsung und Co. Deutsche kaufen erstmals weniger Smartphones

Seit der Einführung des iPhone 2007 legte der Smartphone-Markt Jahr um Jahr kräftig zu. Doch dieser Trend ließ 2016 nach. Auch das Geschäft mit Digitalkameras und Co. schwächelte 2016.
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Nach jahrelangem Wachstumskurs sind 2016 in Deutschland erstmals weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahr. Quelle: dpa
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Nach jahrelangem Wachstumskurs sind 2016 in Deutschland erstmals weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt/BerlinNach jahrelangem Wachstumskurs sind in Deutschland 2016 erstmals weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahr. Nach Branchenzahlen vom Freitag haben Händler im vergangenen Jahr mit rund 23,2 Millionen Geräten etwa zwei Millionen Smartphones weniger als 2015 verkauft. „Der Markt ist gesättigt, sollte dieses Jahr aber stabil bleiben“, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des Branchenverbands für Unterhaltungselektronik gfu.

Trotz leicht gestiegenem Durchschnittspreis ging auch der Smartphone-Umsatz um 2,7 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zurück. „Mit den gigantischen Stückzahlen bleiben Smartphones trotzdem das größte Segment, das wir haben“, sagte Kamp.

Insgesamt war der Branchenumsatz 2016 laut Cemix-Index des gfu leicht rückläufig und blieb hinter den Erwartungen zurück. Mit 26,6 Milliarden Euro wurden Lautsprecher, Fernseher, Telefone und Co. im Wert von rund einer Milliarden Euro weniger als im Vorjahr umgeschlagen. Daran soll sich nach Expertenangaben auch im laufenden Jahr wenig ändern.

Notebooks, Desktop-Rechner und Tablets blieben wie in den Jahren zuvor auch 2016 die Sorgenkinder der Branche. Die PCs fuhren mit 6,9 Milliarden Euro Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 8,6 Prozent ein. Hoffnungsträger sind dagegen teure großformatige TV-Geräten wie Ultra HD-Fernseher mit rund acht Millionen Bildpunkten. Mit ihnen wurde bei 124 Millionen Euro fast 80 Millionen Euro mehr Umsatz gemacht als im vorvergangenen Jahr.

Das sind die häufigsten Smartphone-Sünden
Deutschland, deine Smartphone-Sünder
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Smartphone-Sünden: Jeder kennt sie. Das Handy nicht auf lautlos geschaltet, auch während der Verabredung nur „ganz kurz“ auf bei WhatsApp antworten, am Steuer schnell noch eine SMS lesen. Eine Forsa-Umfrage hat die Deutschen befragt, ob und in welchem Kontext sie die meisten Smartphone-Sünden begehen, sortiert nach Alter und Geschlecht. Erstaunlich: Rund 27 Prozent der Befragten, die vierthöchste Zahl im Ranking, will angeblich noch nie Smartphone-Sünden begangen haben. Die Zahl relativiert sich etwas beim Blick auf die Details: So ist die größte Gruppe unter den Sündenlosen mit 49 Prozent die der über 60jährigen. Aber auch acht Prozent der 18 bis 29jährigen begeht angeblich nie einen Verstoß gegen die Smartphone-Etikette. Bei Männern (26 Prozent) und Frauen (28 Prozent) ist das Bild ausgeglichen. Bleibt die Frage: Wo sündigen die übrigen 73 Prozent besonders oft?

Quelle: Forsa

Platz 9: Im Kino Nachrichten checken
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Hierzu lassen sich immerhin die Wenigsten hinreißen – sechs Prozent der Befragten aber können selbst im Kino nicht vom Smartphone lassen. Dabei gilt: Je älter die Altersgruppe, desto besser widersteht sie dem Griff zum Handy. Selbst bei der Ü60-Fraktion aber schauen noch zwei Prozent auch im Lichtspielhaus mal kurz, ob wer geschrieben hat. Bei den 45-59-Jährigen sind es drei Prozent, schon sieben Prozent bei den 30- bis 44-Jährigen. Den Löwenanteil machen wie fast überall die 18- bis 29-Jährigen: 15 Prozent von ihnen können auch im Kinosaal nicht vom Smartphone lassen. Bei den Sündern gibt es etwas mehr Männer (7 Prozent) als Frauen (5 Prozent).

Platz 8: Smartphone noch vor Erlöschen des Anschnall-Zeichens eingeschaltet
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„Flugangst“ scheint für neun Prozent der Deutschen zu bedeuten, im Flugzeug das Handy nicht benutzen zu dürfen. Diese neun Prozent jedenfalls haben ihr Smartphone schon wieder an, noch bevor das Anschnall-Zeichen wieder erloschen ist. Frauen (10 Prozent) haben es dabei noch etwas eiliger als die Männer (8 Prozent). Die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen dominiert hier klar, sie stellen 19 Prozent der Sünder.

Platz 7: Im Restaurant telefoniert
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Ebenfalls neun Prozent haben kein Problem unter „Tischkonversation“ auch ein Gespräch zu zählen, dass man mit einer nicht anwesenden Person per Telefon führt. Männer und Frauen greifen dabei gleich oft zum Hörer (9 Prozent). Die größten Sünder sind diesmal allerdings nicht die 18- bis 29-Jährigen (10 Prozent), sondern die 30- bis 44-Jährigen mit 12 Prozent.

Platz 6: Bei Geschäftsterminen E-Mails auf dem Handy lesen
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Die Unglückszahl: 13 Prozent der Befragten geben zu, auch während offizieller Termine den Blick ins E-Mail-Fach nicht lassen zu können. Männer (14 Prozent) haben dabei knapp die Nase vorn (Frauen kommen auf 12 Prozent). Bei den Altersgruppen liegen die 18- bis 29-Jährigen und die 30- bis 44-Jährigen (beide 16 Prozent) gleichauf, die über 60-Jährigen (10 Prozent) platzieren sich noch vor den 45- bis 59-Jährigen (9 Prozent).

Platz 5: Handy im Wartezimmer nicht lautlos
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Eine Sünde, die mehr auf Vergesslichkeit denn auf Mutwillen beruht: Im Wartezimmer vergessen 23 Prozent, das Handy stumm zu schalten. Frauen (26 Prozent) passiert das deutlich öfter als Männern (19 Prozent). Diesmal macht die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen die kleinste Fraktion aus (14 Prozent), besonders vergesslich sind die 45- bis 59-Jährigen (28 Prozent), gefolgt von den über 60-Jährigen (24 Prozent) und der Fraktion 30 bis 44 Jahre (23 Prozent).

Platz 4: Beim Autofahren Nachrichten checken
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Handy am Steuer? Für 24 Prozent der Befragten kein Problem – zumindest kein großes, denn sie alle hatten das Telefon schon mal während der Fahrt in der Hand. Männer (25 Prozent) sehen das Sicherheitsrisiko Multitasking im Straßenverkehr etwas gelassener als Frauen (23 Prozent). Die Sorglosesten macht dabei die Fraktion der 18- bis 29-Jährigen (49 Prozent) aus. Von Altersgruppe zu Altersgruppe nimmt die Anzahl der Menschen die glauben, problemlos gleichzeitig auf ihr Handy und die Straße achten zu können, dann kontinuierlich ab: Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es noch 36 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 19 und bei den über 60-Jährigen nur noch fünf Prozent.

Auch Wearables legten massiv zu: Mit knapp drei Millionen Geräten wurden fast eine Millionen mehr Smartwatches, Fitness-Tracker und ähnliches als noch 2015 verkauft. Das bescherte ein Umsatzplus von gut 83 Prozent auf 437 Millionen Euro. Viel versprechen sich die Experten von vernetzten Audio-Home-Systemen wie Sonos oder Raumfeld, mit denen sich etwa im Haushalt verteilte Lautsprecher verbinden und zentral steuern lassen.

Sie legten um 25 Prozent auf 388 Millionen Euro zu. Zudem ließen 1,2 Millionen verkaufte Digitalradios den Umsatz in diesem Segment um 27,5 Prozent auf 176 Millionen Euro wachsen. Verbraucher könnten mit den vernetzten Audiogeräten selbst zu Programmdirektoren werden und sich ihre Musik dorthin holen, wo sie sind, erklärte Kamp die Attraktivität der Modelle.

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