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Apple, Samsung & Co. Wie sich Smartphone-Hersteller mit Abonnements aus der Krise befreien wollen

Apple und Co. kämpfen mit einem Angebotsüberschuss. Ein Möglichkeit, um trotzdem weiter zu wachsen: Dienstleistungsangebote mit Abonnements.
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Unzählige Modelle überschwämmen den Smartphonemarkt. Quelle: Bloomberg
Smartphone

Unzählige Modelle überschwämmen den Smartphonemarkt.

(Foto: Bloomberg)

MünchenDas Angebot ist riesig: Selbst Experten fällt es schwer, den Überblick zu behalten über die vielen Dutzend neue Smartphonemodelle, die jedes Jahr in die Geschäfte kommen. Klar ist nur: Wenn eine Marke gewinnt, verliert die andere. Denn mit dem starken Wachstum auf dem Handymarkt ist es vorbei, die Verkäufe stagnieren.

Daran werde sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern, meint Annette Zimmermann. Die Analystin des amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner rechnet bis 2022 mit einem jährlichen Plus von maximal 3,5 Prozent: „Der Markt ist gesättigt.“

Wenn die Konzerne wachsen wollen, müssen sie also neue Wege gehen. Der Elektronikexpertin zufolge sollten die Firmen insbesondere ihr Serviceangebot ausbauen. „Abonnements sind die Zukunft“, sagt Zimmermann in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

So klar die Erkenntnis ist: Sie umzusetzen wird nicht einfach. Der Analystin zufolge hat es bislang nur Apple geschafft, weltweit ein nennenswertes Angebot von Dienstleistungen aufzubauen. Alle anderen tun sich schwer. Das gelte selbst für Samsung und Huawei, die nach Verkaufszahlen an der Spitze der Smartphonebranche stehen, für den großen Rest sowieso.

Apple bietet seinen Kunden eine ganze Reihe an zahlungspflichtigen Diensten, vom App Store über Musikangebote und Speicherplatz in der Cloud bis zum Bezahlangebot Apple Pay, das seit Kurzem auch in Deutschland verfügbar ist. Die Nutzung zeigt bei allen Diensten nach oben. Das schlägt sich in den Zahlen nieder: Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen damit 10,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 19 Prozent.

Jeder achte Dollar, den der iPhone-Hersteller einnimmt, stammt inzwischen aus der Dienstleistungssparte. Kein Wunder, dass er sie in seiner Kommunikation gegenüber den Aktionären inzwischen hervorhebt. Zumal Experten Potenzial für weitere Angebote sehen, etwa für Gesundheitsdienstleistungen. Apple könne hier einen „signifikanten Beitrag“ leisten, ließ Konzernchef Tim Cook im vergangenen Jahr wissen. So hat die neue Generation der Apple Watch einen EKG.

Bei den Herstellern, die Android nutzen, sieht die Lage dagegen anders aus: Sie verkaufen zwar Hardware in großen Mengen, aber kaum Services. Das Betriebssystem ist eng mit den Diensten von Google verknüpft – jedes Gerät verschafft dem Internetkonzern mehr Reichweite für seine Angebote. Dazu zählen natürlich die Internetsuche und das Videoportal Youtube, aber auch die App-Plattform Play Store und der Musikdienst.

Marktführer Samsung habe im Gegensatz zu Apple bislang keinen Weg gefunden, mit Dienstleistungen Geld zu verdienen, sagt Gartner-Analystin Zimmermann. Auch Huawei, die Nummer zwei der Branche, habe wenig über die reinen Geräte hinaus zu bieten. „Bei beiden Unternehmen sehe ich keine Strategie, das eigene Servicegeschäft auszubauen.“

Dabei wird es Zeit. Die Verbraucher nutzen ihre Smartphones immer länger. Geräte ab 350 Dollar tauschen die Kunden heute nach zweieinhalb Jahren aus. Künftig würden es eher drei Jahre werden, prognostiziert Zimmermann. Ähnlich wie bei PCs gilt: Die Hardware ist gut genug – warum also neue kaufen?

Damit geraten die Gerätehersteller immer stärker unter Druck. „Was passiert, wenn der Markt eines Tages schrumpft wie bei den PCs?“, fragt Zimmermann. Auf diesen Zeitpunkt müssten sich die Hersteller vorbereiten. Zumal der Konkurrenzkampf im Handygeschäft ohnehin härter wird. So hegt Google immer größere Ambitionen, neben der Software auch Hardware anzubieten.

Auch neue Funktionen dürften diesen Trend nicht grundsätzlich umkehren, etwa der neue Mobilfunkstandard 5G. Die Vergangenheit lasse vermuten, dass dieser zunächst zu keinem großen Schub führe, sagt Analystin Zimmermann: Am Anfang seien die neuen Dienste viel zu teuer, als dass Kunden sie sich in großem Stil leisten würden.

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