ARD und ZDF: Skandale beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Kommt es zur Fusion von ARD und ZDF?
In den Wirren der Reformdebatte.
Foto: Imago, Getty Images, ARD [M]München. Wer auch immer geglaubt hat, das Ende der Serie von brisanten, skandalösen Finanzdetails aus dem Inneren der ARD sei erreicht, sieht sich getäuscht. Es geht, auch nach Wochen von Enthüllungen, im alten Stil weiter.
Zuletzt machte der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) erneut auf sich aufmerksam, dessen Intendantin Patricia Schlesinger nach Raffke-Verdacht gefeuert worden war. Nun stellt sich heraus, dass die als Not-Nachfolgerin vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln entsandte Katrin Vernau zuzüglich 295.000 Euro Jahresgehalt auch monatlich 1000 Euro Mietkostenzuschuss für ihre Zweitwohnung braucht.
Für einen ökonomisch in Bedrängnis geratenen Sender, der überall sparen muss, und für eine Öffentlichkeit, die monatlich 18,36 Euro für ARD und ZDF entrichten muss, sind das Nachrichten aus einer fernen Welt.
Sie fallen in eine Zeit, in der eine kaum mehr für möglich gehaltene Reformbewegung Deutschland erfasst hat: Der überbürokratisierte Beitragsrundfunk soll modernisiert werden – aus Angst davor, dass Bürger vor allem im Osten bald auf die Straße ziehen, wenn sie 20 Euro und mehr zahlen müssten.